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Tag-Archiv für 'Kooperation'

Organspende – Von Mensch zu Mensch

Wie Hip Hop und das Thema Organspende zusammenpassen?

Das hat der Hamburger Rapper Bo Flower beim Organspendedialog des Gesundheitsministerium des Landes Schleswig-Holstein und der TK am 27. April 2009 in der Kunsthalle in Kiel demonstriert. Mit seiner Band sang er den Titelsong des gleichnamigen Musikprojekts “Von Mensch zu Mensch”.

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“Hip Hop bietet die Möglichkeit, auch heftige Themen zu vertexten”, erklärt der Musiker. Und Recht hat er. Denn bei welchem anderen Musikstil würde sich ein Wort wie “Organspendeausweis” schon ohne Probleme in den Text einbauen lassen?

Und unsere Gefühle bei dem Wort “Organspende-Ausweis? Die Reaktionen reichen von “finde ich gar nicht schlecht, hab’ bisher nur keine Gelegenheit gehabt, so einen Ausweis zu bekommen”, bis zu der Angst, Organe zu spenden und dabei noch gar nicht tot zu sein.

Mit einer Organspende kann man nach dem eigenen Tod das Leben anderer, schwer kranker Menschen retten. Die Bereitschaft zur Organspende ist eine sehr persönliche Entscheidung. Für viele bedeutet die Auseinandersetzung mit der Organspende eine erste Konfrontation mit dem eigenen Tod. Das macht natürlich Angst.

Hinzu kommen Unsicherheit, Unwissenheit besonders in medizinischen Fragen sowie zahlreiche Falsch-Informationen. Wer darüber nachdenkt, Organspender zu werden, sollte nur gut und gründlich informiert eine Entscheidung treffen.

Ein Organspendeausweis bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Entscheidung für oder gegen eine Organspende zu dokumentieren – ganz unabhängig davon, wie Sie sich entscheiden. Auf jeden Fall ist es sinnvoll, einen Organspendeausweis auszufüllen.

Sie können mit dem Ausweis der Entnahme von Organen zustimmen oder ihr auch widersprechen. Damit können Sie Ihren Angehörigen helfen und ihnen diese Entscheidung abnehmen. Es sei denn, Sie entschließen sich bewusst, die Entscheidung auf jemand anderen zu übertragen. Auch dazu haben Sie auf dem Organspendeausweis die Möglichkeit.

Ihre Daten werden nicht erfasst und für den Fall, dass Sie Ihre Entscheidung ändern, brauchen Sie den Organspendeausweis einfach nur zu vernichten. Auf einem neuen Ausweis können Sie dann Ihre jeweils aktuellen Wünsche festhalten. Anschließend sollten Sie ihn mit Ihren Personalpapieren bei sich tragen.

Jeden Tag sterben in Deutschland drei Menschen, weil sie nicht rechtzeitig ein Spenderorgan bekommen.

Von Mensch zu Mensch

Leben schenken – Prominente setzen sich für Organspende ein. Obwohl 80 Prozent der Menschen in Deutschland der Organspende positiv gegenüberstehen, trägt nur jeder siebte einen Organspendeausweis bei sich. Im ersten Halbjahr 2008 war die Zahl der Organspender erstmals seit Jahren wieder rückläufig.

Sophie, 6 Jahre, lebt durch Organspende

Sophie, 6 Jahre, lebt durch Organspende

Das Gesundheitsministerium des Landes Schleswig-Holstein und die TK starteten am 27. April 2009 ihre Organspende-Kampagne “Von Mensch zu Mensch”.

Aktiv gestaltet haben die Veranstaltung u.a. Dr. Gitta Trauernicht, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren des Landes Schleswig-Holstein, Helmuth Doose, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse (TK), Betroffene, die Musiker Nele Kohrs und Bo Flower, die sich mit einem Musikprojekt für Organspende stark machen. Betroffene, Experten unterschiedlicher Fachrichtungen und junge Künstler berichteten über ihre Erfahrungen und die neuesten Entwicklungen. Gesprächspartner waren dabei Gesundheitsministerin Dr. Gitta Trauernicht, TK-Vorstand Helmuth Doose, Prof. Dr. Dieter Bröring (UKSH Kiel), Priv.-Doz. Dr. Conny Bürk (UKSH Lübeck), Priv.-Doz. Dr. Nils Frühauf (DSO), Prof. Dr. Hartmut Rosenau (Direktor des Instituts für Systematische Theologie an der CAU Kiel, Sprecher des Zentrums für Ethik), die Künstler Nele und Bo Flower und Betroffene. Moderator war der ARD-Fernsehmoderator Dennis Wilms.

86 Prozent der Menschen in Deutschland haben keinen Organspendeausweis. Hat jemand seine Entscheidung für oder gegen eine Organspende zu Lebzeiten nicht geäußert, müssen die Angehörigen entscheiden, ob sie einer Organentnahme zustimmen. Dies ist für alle Beteiligten, die Angehörigen und die behandelnden Ärzte eine schwierige Situation, denn viele Familien haben über das Thema nie gesprochen. In einer Forsa-Umfrage zur Organspende im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) gab jeder Dritte der Befragten an, dass er sich noch nie mit dem Thema beschäftigt hat und sich nicht ausreichend informiert fühlt.

Die Daten zeigen: Je besser die Menschen informiert sind, desto positiver stehen sie der Organspende gegenüber”, erklärt Prof. Dr. Norbert Klusen, Vorsitzender des Vorstandes der TK die Telefonaktion. “Viele Menschen haben Bedenken, weil sie nicht wissen, wie eine Organspende abläuft. Zudem glauben einige, dass sie aus gesundheitlichen oder Altersgründen nicht für eine Organspende infrage kommen. Hier möchten wir aufklären, informieren und so für mehr Transparenz sorgen.”

12.000 Menschen in Deutschland stehen derzeit auf der Warteliste für ein Spenderorgan. An jedem Tag sterben drei von ihnen, weil sie das lebensrettende Organ nicht rechtzeitig erhalten. Wie die Forsa-Umfrage zeigt, gehen die Antworten der Befragten, warum sie keinen Organspendeausweis ausfüllen, meist auf mangelnde Information, Missverständnisse und Vorurteile zurück.

Die Veranstaltung erklärt deshalb die sieben häufigsten Irrtümer im Zusammenhang mit der Organspende:

1. “Ich bin zu jung / Ich bin zu alt für eine Organspende.” Für die Organspende gibt es kein Mindest- und kein Höchstalter. Da es in jedem Alter Patienten gibt, die auf ein lebensrettendes Spenderorgan warten, gibt es weder nach oben noch nach unten eine Altersgrenze.

2. “Aus religiösen bzw. ethischen Gründen lehne ich eine Organspende ab.” Die katholische und evangelische Kirche sowie der Zentralrat der Muslime befürworten die Organspende als einen Akt der Nächstenliebe und der Solidarität mit Kranken und Behinderten. Da die jüdische Gesetzesauslegung allerdings den Hirntod nicht als Lebensende anerkennt, sind Organentnahmen erst gestattet, wenn das Herz nicht mehr schlägt. So ist zum Beispiel nach dem Tod die Übertragung der Augenhornhaut möglich.

3. “Ich habe Angst, in der Klinik vorzeitig für tot erklärt zu werden, wenn dort dringend Organe benötigt werden.” Voraussetzung für Organspende ist der vollständige und irreversible Hirntod des Patienten. Er muss unabhängig voneinander von zwei Ärzten im Abstand von mindestens zwölf Stunden festgestellt werden.

4. “Ich hatte bisher keine Zeit, mich als Organspender, registrieren zu lassen.” Der Organspendeausweis ist ein einfaches Papierdokument, das man stets bei sich tragen sollte. Die enthaltenen Informationen sind an keiner Stelle registriert. Viele Krankenkassen verschicken die Ausweise kostenlos. Auf vielen Internetseiten steht der Ausweis zum kostenlosen Download.

5.”Aus gesundheitlichen Gründen kann ich kein Organspender sein.” Eine Organspende kommt nicht in Frage, wenn der Verstorbene akut an Krebs erkrankt war oder schwerwiegende Vorerkrankungen wie AIDS oder Tuberkulose hatte. Ob eine Organspende medizinisch möglich ist, prüfen die Ärzte nach dem Hirntod, wenn eine Organspende tatsächlich ansteht. Eine Gesundheitsprüfung zu Lebzeiten ist deshalb nicht nötig.

6. “Wenn ich einen Organspendeausweis bei mir trage, bin ich Organspender.” Auf dem Organspendeausweis kann man seinen persönlichen Wunsch, wie im Fall des Todes verfahren werden soll, dokumentieren. Man kann also auch festhalten, dass man einer Organspende widerspricht, die Einwilligung auf bestimmte Organe begrenzen oder bestimmte Organe ausnehmen. Außerdem kann man die Entscheidung über eine Organspende auf eine andere Person übertragen, die in dem Ausweis benannt wird.

7. “Ich habe Angst, dass mich meine Angehörigen nicht mehr wiedererkennen, wenn bei einer Transplantation meine Organe entnommen wurden.” Der operative Eingriff der Organentnahme erfolgt mit der gleichen chirurgischen Sorgfalt wie jede andere Operation auch. Nach der Explantation wird der Leichnam in würdigem Zustand zur Bestattung überführt.

Quelle: TK

http://www.schleswig-holstein.de/MSGF/DE/Gesundheit/PraeventionRehabilitation/Organspende/Organspende.html

http://www.tk-online.de/tk/medizin-und-gesundheit/behandlungen/organspende/18570

http://www.organspende-info.de/extra/bestellservice/Organspendeausweis/

Einige Eindrücke haben wir hier für Sie zusammengestellt.


Schmerzklinik gewinnt Ideenwettbewerb

TK-News

Schmerzklinik Kiel und TK gewinnen Ideenwettbewerbschmerzklinik-kiel-und-tk-gewinnen-ideenwettbewerb1

Kiel, 24. März 2009. Die Schmerzklinik Kiel und die Techniker Krankenkasse (TK) sind gestern (23. März) in Berlin gemeinsam beim Wettbewerb “Ideenpark Gesundwirtschaft 2009” ausgezeichnet worden. Das Kieler Versorgungsmodell zur Behandlung von chronischen Kopfschmerzen gehört zu den zehn preisgekrönten Gesundheitsangeboten in Deutschland. Die Financial Times Deutschland (FTD) hat die zehn innovativsten Unternehmen, Institutionen und Einzelpersonen aus dem gesamten Gesundheitsbereich gesucht. Ziel des Wettbewerbs ist es, richtungsweisende Ansätze einer größeren Öffentlichkeit bekannt zu machen und so die Debatte über ein besseres Gesundheitssystem voranzutreiben.

Die TK und die Schmerzklinik Kiel haben vor zwei Jahren das erste bundesweite koordinierte Kopfschmerzbehandlungsnetz ins Leben gerufen. Seitdem sind mehr als 1200 Menschen mit schweren chronischen Kopfschmerzen nach dem ganzheitlichen Kieler Konzept behandelt worden. “Für die Betroffenen ist dieses Versorgungskonzept ein Meilenstein – viele erleben erstmals seit vielen Jahren ein Leben ohne Kopfschmerzen”, sagt Professor Dr. Hartmut Göbel, Direktor der Schmerzklinik Kiel. Das bundesweite Konzept wurde von den Partnern Schmerzklinik Kiel und TK gemeinsam entwickelt. “Es ermöglicht erstmals eine bundesweite sektorenübergreifende Vernetzung der ambulanten und stationären Kopfschmerztherapie”, erklärt Dr. Johann Brunkhorst, Leiter der TK-Landesvertretung Schleswig-Holstein.

Bundesweit arbeiten mehr als 400 regionale Schmerztherapeuten sowie stationär tätige Schmerztherapeuten der Schmerzklinik Kiel eng zusammen. Sie behandeln nach aktuellen Leitlinien und auf modernstem wissenschaftlichen Stand. Die Qualität der Behandlung wird durch kontinuierliche wissenschaftliche Begleitforschung und medizinischen Fachaustausch ständig verbessert. Die nachhaltige Kosteneffizienz ist durch Analyse der direkten und indirekten Kosten bestätigt. Zwei Jahre nach dem Start sind mittlerweile fast alle großen Krankenkassen dem Versorgungsprojekt beigetreten.

Das Konzept hat deutschlandweit die Versorgung der Volkskrankheit Kopfschmerz völlig neu strukturiert. Es gilt inzwischen auch unter internationalen Fachleuten als vorbildhaft für eine  effektive  Schmerztherapie. “Wir sind stolz darauf, dass unser innovatives Versorgungskonzept jetzt ausgezeichnet wird. Dies ist ein Beleg für die Leistungsfähigkeit des Gesundheitsstandortes Schleswig-Holstein”, sagte TK-Chef Brunkhorst. Beide Projektpartner wollen das Konzept weiter ausbauen. So sollen u.a. spezielle Kopfschmerzkurse für Kinder angeboten und Präventionsprogramme für Schüler entwickelt werden.

Kopfschmerznetz ausgezeichnet Bericht Zeitschrift für Schmerztherapie 052009


Prof. Fumihiko Sakai besucht Schmerzklinik

Prof. Fumihiko und Prof. Dr. Göbel

Prof. Sakai und Prof. Dr. Göbel

Prof. Fumihiko Sakai, Präsident der Japanischen Neurologischen Gesellschaft und Präsident der Asiatischen Kopfschmerzgesellschaft besuchte vom 1.-2. März 2009 die Schmerzklinik Kiel.

Im asiatischen Raum ist die Versorgung von Kopfschmerzerkrankungen noch in der Entwicklung und asiatische Länder, insbesondere China, planen eine Verbesserung der Situation für eine zeitgemäße Kopfschmerzbehandlung. Prof. Sakai informierte sich im Auftrag asiatischer Regierungen über die Behandlungsstrategien und Behandlungsabläufe mit dem Ziel, ähnliche Strukturen auch für die asiatische Bevölkerung verfügbar zu machen.

Es wurde vereinbart, eine internationale Arbeitsgruppe aufzubauen, um die Entwicklungen der modernen Kopfschmerzforschung für die Betroffenen unmittelbar weltweit verfügbar zu machen. Prof. Sakai informierte in einem Vortrag über aktuelle Themen der Schmerzforschung und demonstrierte spezielle Behandlungsmethoden bei Schmerzen der Kopf- und Schultermuskulatur.

Prof. Fumihiko

Prof. Sakai

Untersuchung

Untersuchung

mit Prof. Dr. Göbel

Zusammen mit Prof. Dr. Göbel

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Auch in Afrika Schmerzen lindern

Schmerzklinik Kiel erhält Besuch aus Tansania

Während ihres Deutschlandaufenthalts auf Einladung der evangelischen Partnergemeinden Kiel-Dietrichsdorf und Schönkirchen besuchten Pastor Jubilant Anthony Ngowi und drei weitere Gemeindemitglieder aus dem Ort Uchira in der Ostkilimanjaro-Region in Tansania am 16.10.2009 die Schmerzklinik Kiel und konnten sich über Möglichkeiten der modernen Schmerztherapie informieren.

In Uchira gibt es zur Krankenversorgung lediglich eine kleine Krankenstation (Dispensary) mit nur sehr beschränkten Ausstattungen und Behandlungsmöglichkeiten, in denen ein Mediziner und drei Krankenschwestern beschäftigt sind. In diesem Zusammenhang ist in Kooperation mit dem Verein Kieler Ärzte für Afrika e.V. eine Partnerschaft zwischen der Schmerzklinik Kiel und der Dispensary in Uchira geplant, für die durch den Besuch der Gäste aus Tansania der Grundstein gelegt wurde.

Besuch und Hospitation von Gästen aus Tansania

Besuch und Hospitation von Gästen aus Tansania


Neue Homepage der Schmerzklinik Kiel

Willkommen auf der neuen Homepage der Schmerzklinik Kiel

Das Team der Schmerzklinik Kiel freut sich sehr, Ihnen unsere topaktuelle und neue Webseite vorzustellen!

Die neue Seite hat folgende Besonderheiten:

  • eine übersichtliche leichte Navigation
  • ein helles freundliches Format
  • Berücksichtigung modernster Webtechniken
  • Forum, Community, Mediathek, Webcam und vieles andere mehr
  • Kalender für kommende Ereignisse
  • RSS-Feeds, Blogs, aktuelle Beiträge etc.

Die Webseite wird kontinuierlich aktualisiert. Verständnis und Information sind die wichtigsten Voraussetzungen für eine zeitgemäße und effektive Schmerztherapie. Die Webseite soll dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Wir freuen uns sehr, wenn Sie Ihr Feedback und Ihre Kommentare mitteilen.


Versorgung von Kopfschmerzen in der Zukunft

Wie soll die Versorgung von Migräne und Kopfschmerzen in der Zukunft aussehen?

Möchten Sie Ihre Vorstellungen und Ideen einbringen in die Vision für eine zukünftige Versorgung von Migräne- und Kopfschmerzpatienten? Haben Sie Vorstellungen, wie in der Zukunft Kopfschmerzerkrankungen behandelt werden sollten? Was sollte an der gegenwärtigen Versorgungslage für Migräne und Kopfschmerzen verändert werden? Welche Vorstellungen haben Sie für Qualitätskriterien einer guten Kopfschmerz- und Migränetherapie?

Falls Sie dazu Ideen und Vorschläge haben, beschreiben Sie diese und diskutieren Sie unten in der Kommentarsektion.