Behandlung TK

Die drei Phasen

Die integrierte Versorgung zur Schmerzbehandlung verläuft in drei Phasen:

Ablauf der integrierten Versorgung Schmerzklinik Kiel
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Phase I

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Die Schmerzerkrankung wird diagnostiziert und in Schweregrade eingestuft. Die Maßnahmen schließen ein:

  • Standardisierte Anamnese und Auswertung von Fremdbefunden
  • Schmerzanalyse
  • Klärung der Diagnose
  • Aufstellung eines Therapieplanes
  • Bei Erfüllung der Aufnahmekriterien Anmeldung zur stationären Behandlung im Rahmen der Phase II
  • Eine Aufnahmekonferenz entscheidet mit einweisendem Arzt über die Aufnahme

Phase II

Biofeedback in der Schmerzklinik Kiel
In diesem Abschnitt erfolgt die sektorenübergreifende neurologisch-verhaltensmedizinische Behandlung, wobei die integrierten Therapieverfahren Hand in Hand gleichzeitig eingesetzt werden.

  • Präzisierung, Aktualisierung und Ergänzung der neurologischen und verhaltensmedizinischen Diagnostik (multiprofessionale Einzelfalldiagnostik)
  • Analyse der biologischen, psychosozialen und ökonomischen Bedingungen der Schmerzkrankheit.
  • Reduktion der durch Schmerzen induzierten Behinderung.
  • Verbesserung des künftigen Leistungsvermögens.
  • Spezifische Diagnostik und Behandlung von psychischen und sozialen Krankheitsbedingungen und deren Auswirkungen auf das Krankheitserleben.
  • Beratung über die individuellen Schmerzerkrankungen, Entstehungsmechanismen, die medikamentösen und nicht-medikamentösen Behandlungsverfahren zur Selbstkontrolle und Selbstbehandlung der Schmerzerkrankungen.
  • Beratung zu Fragen der verbleibenden Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz und evtl. Einleitung von berufsfördernden Maßnahmen.
  • Angebot eines multidimensionalen stationären Behandlungskonzeptes, das medikamentöse und nicht-medikamentöse Strategien verbindet (Ganzheitsansatz), unter anderem
    • Erkennen und Vermeiden von Auslöse- und Verstärkermechanismen,
    • Medikamentenpause, -entzug
    • Ernährungsumstellung,
    • Entspannungsverfahren, z.B. die Progressive Muskelrelaxation,
    • Biofeedback-Verfahren,
    • Stressbewältigungstraining,
    • Operante und kognitive Verfahren,
    • Selbstsicherheitstraining,
    • Krankengymnastik,
    • Physikalische Therapiemethoden,
    • Reizverfahren,
    • medikamentöse Schmerzprophylaxe
    • medikamentöse Attackentherapie etc.
  • Angebot von einzel- und gruppentherapeutischer verhaltensmedizinischen Behandlungskonzepten zur Bewältigung akuter und chronischer Schmerzzustände.
  • Alltagsbezogene verhaltensmedizinische und soziotherapeutische Maßnahmen zur Reintegration in Familie und Beruf.
  • Erarbeitung von Nachsorge- und Langzeitkonzepten Hand in Hand mit dem vor- und nachbetreuenden Arzt zur ambulanten Weiterbehandlung.

Phase III

Über einen Zeitraum von einem Jahr nach der Einschreibung in das integrierte Versorgungsprogramm wird eine ambulante Verlaufs- und Erfolgskontrolle in regelmäßigem Abstand durchgeführt und die Therapie individuell angepasst.

  • Standardisierte Erfassung der Therapieeffizienz im Abstand von 3 Monaten
  • Falls erforderlich kurzfristige stationäre Wiederaufnahme
  • Patientenseminare zur Krankheitsbewältigung
  • Sektorenübergreifende Fortbildungen für beteiligte Ärzte, Psychologen etc.

Integriertes Versorgungsnetz Kopfschmerz Schmerzklinik Kiel