Behandlungsschwerpunkte sind
- Kopfschmerzerkrankungen (Migräne, Kopfschmerzen vom Spannungstyp, Clusterkopfschmerzen, Kopfschmerzen bei Medikamentenübergebrauch, Neuralgien, symptomatische Kopfschmerzen etc.)
- Schmerzen bei Erkrankungen des Bewegungsapparates und der Muskulatur (z.B. chronische Schmerzen nach Bandscheibenoperationen)
- Neuropathische Schmerzzustände (z.B. postherpetische Neuralgien nach einer Zostererkrankung, Schmerzen bei Polyneuropathien, Schmerzen nach Schlaganfall, etc..)
- Unfallschäden und Operationsfolgen im Bereich der Wirbelsäule, der Nervengeflechte und der Nerven
Der besondere klinische und wissenschaftliche Schwerpunkt der Klinik liegt im Bereich der Behandlung von Migräne, Migränekomplikationen, Begleiterkrankungen schwerer Kopfschmerzleiden und anderen chronischen Schmerzerkrankungen.
Für welche Patientinnen und Patienten ist die Klinik konzipiert?
Es gibt eine Gruppe von Schmerzerkrankungen, die sich einer Therapie im Rahmen der ambulanten und stationären Regelversorgung hartnäckig widersetzen und teilweise über Jahre und Jahrzehnte andauern oder immer wieder anfallsweise auftreten.
Generell sollte immer eine ambulante Behandlung von Schmerzerkrankungen angestrebt werden. Jedoch benötigen ambulant tätige Ärzte verschiedener Fachgebiete für besondere diagnostische und therapeutische Problemfälle eine spezialisierte stationäre Einrichtung, die personell und apparativ in der Lage ist, diese besonderen hartnäckigen Schmerzkrankheiten zu behandeln.
Das medizinische Behandlungskonzept
Das Gesamtkonzept umfasst die interdisziplinäre Integration zahlreicher medizinischer Fachgebiete, die sich zum Ziel gesetzt haben, den Schmerzpatienten zu einer aktiven Bewältigung seiner chronischen Erkrankung heranzuführen.
Dabei erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit den Einrichtungen des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein.
Die wichtigsten Behandlungsschritte:
- Präzisierung, Aktualisierung und Ergänzung der neurologischen und verhaltensmedizinischen Diagnostik (multiprofessionale Einzelfalldiagnostik)
- Analyse der biologischen, psychosozialen und ökonomischen Bedingungen der Schmerzkrankheit
- Reduktion der durch Schmerzen induzierten Behinderung
- Verbesserung des künftigen Leistungsvermögen
- Spezifische Diagnostik und Behandlung von psychischen und sozialen Krankheitsbedingungen und deren Auswirkungen auf Krankheitserleben
- Beratung über die individuellen Schmerzerkrankungen, Entstehungsmechanismen, die medikamentösen und die nicht-medikamentösen Behandlungsverfahren zur Selbstkontrolle und Selbstbehandlung der Schmerzerkrankungen
- Beratung zu Fragen der verbleibenden Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz und evtl. Einleitung von berufsfördernden Maßnahmen
- Angebot eines multidimensionalen stationären Behandlungskonzeptes, das medikamentöse und nicht-medikamentöse Strategien verbindet (Ganzheitsansatz), unter anderem
- Erkennen und Vermeiden von Auslöse- und -Verstärkermechanismen
- Ernährungsumstellung
- Entspannungsverfahren, z.B. die Progressive -Muskelrelaxation
- Biofeedback-Verfahren
- Stressbewältigungstraining
- Operante und kognitive Verfahren
- Selbstsicherheitstraining
- Krankengymnastik
- Physikalische Therapiemethoden
- Reizverfahren
- medikamentöse Schmerzprophylaxe
- medikamentöse Attackentherapie etc.
- Angebot von einzel- und gruppentherapeutischer verhaltensmedizinischer Behandlungskonzepte zur Bewältigung akuter und chronischer Schmerzzustände
- Alltagsbezogene verhaltensmedizinische und soziotherapeutische Maßnahmen zur Reintegration in Familie und Beruf
- Erarbeitung von Nachsorge- und Langzeitkonzepten
- Gutachtenerstellung
Der zuweisende Arzt erhält von der Klinik nach Abschluss des stationären Aufenthaltes ein umfangreiches schriftliches Behandlungskonzept zur ambulanten Weiterbehandlung.


