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Archiv der Kategorie 'Veranstaltung'

Treffen und Vorträge für Ehemalige

Treffen für ehemalige Patientinnen und Patienten

Austausch und Information

Austausch und Information für alle Interessierte

Häufig wurde der Wunsch geäußert, für alle ehemalige Patientinnen und Patienten ein Update-Wochenende zu veranstalten.  Was hat sich bewährt? Was gibt es Neues? Diese und andere Fragen stehen in Mittelpunkt unseres “Ehemaligen-Treffens 2010″. Experten der Schmerzklinik Kiel stehen für Vorträge, Fragen und Antworten zur Verfügung. Am ersten Juli-Wochenende, 3. – 4.7.2010 ab 9.00 Uhr ist es so weit. Prof. Göbel und das gesamte Team laden in die Schmerzklinik Kiel zum Patienten-Update 2010 ein. Ein Begleitprogramm wird von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ebenfalls organisiert. Näheres findet sich hier.


Neu! 5. Auflage: Erfolgreich gegen Migräne

Der Patientenratgeber „Erfolgreich gegen Kopfschmerzen und Migräne” von Prof. Hartmut Göbel erscheint im Oktober 2009 in der vollständig aktualisierten 5. Auflagegobel-erfolgreich-gegen-kopfschmerzen-und-migrane-5-auflage-20101

Kopf hoch – denn gegen Kopfschmerzen und Migräne können Sie selbst etwas tun !

  • Erkennen Sie Ursachen und Zusammenhänge
  • Nutzen Sie die neuen Möglichkeiten der Vorbeugung
  • Lernen Sie Kopfschmerzen und Migräne erfolgreich zu bewältigen

Professor Dr. Hartmut Göbel informiert Sie über:

  • Formen und Ursachen von Kopfschmerzen und Migräne
  • Moderne Diagnose-möglichkeiten
  • Zeitgemäße Strategien zur Vorbeugung
  • Aktuelle Medikamente
  • Alternative Behandlungsverfahren

Für Sie zusammengestellt:

  • Adressen von Selbsthilfegruppen und Kliniken
  • Neue Medikamente, deren Wirkungsweise, Nebenwirkungen und Tipps zur Einnahme
  • Checklisten, Kopfschmerzkalender und Schmerzfragebogen für die gezielte Diagnosenstellung und Behandlung

Was ist neu in der 5. Auflage? z.B:

  • Die 5. Auflage des erfolgreichsten deutschen Patientenratgebers erklärt verständlich die aktuellsten Entwicklungen in der Kopfschmerzvorbeugung und Kopfschmerzbehandlung. Die Ursachen von Kopfschmerzen werden verständlich beschrieben. Im Mittelpunkt stehen die Beseitigung der Ursachen, die gezielte Vorbeugung und Strategien zur Selbsthilfe bei Kopfschmerzen und Migräne.
  • Das Thema geht jeden an. Kopfschmerzen sind die Volkskrankheit, in Deutschland leiden mehr als 54 Millionen Betroffene. Kopfschmerzmedikamente gehören zu den häufigsten verwendeten Arzneimitteln. Entweder kennt man selbst Kopfschmerzen oder man kennt Betroffene, die an Kopfschmerzen leiden.
  • Die 5. Auflage vermittelt aus der praktischen Behandlung von Patienten eines überregionalen Kopfschmerzzentrums das zeitgemäße Wissen für die unmittelbare Versorgung von schwerbetroffenen Migräne- und Kopfschmerzpatienten. Die aktuellen Forschungsergebnisse werden unmittelbar für die Anwendung zur Verfügung gestellt. Den Leserinnen und Lesern wird vermittelt, was bei Kopfschmerzen und Migräneanfällen im Körper geschieht, wie sie selbst durch Verhaltensanpassung Kopfschmerzen vorbeugen können, welche Möglichkeiten der Kopfschmerzbehandlung es bei Kindern gibt, wie in bestimmten Lebenslagen, insbesondere Schwangerschaft, Stillzeit, Menstruation etc., Kopfschmerzen sicher und gezielt behandelt werden können.
  • Die Kopfschmerzwissenschaft hat sich als eines der erfolgreichsten und faszinierendsten Felder in der Medizin in den letzten Jahren entwickelt. Die genetischen Grundlagen, die zu Kopfschmerzleiden führen, sind mittlerweile besser bekannt. Die Bedeutung für die praktische Vorbeugung und Behandlung von Kopfschmerzen wird verständlich und praxisnahe erläutert.
  • Die aktuellen Forschungen haben zu völlig neuen medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten geführt. Mittlerweile sind über 22 beschriebene Anwendungsformen von spezifischen Migränemitteln zur Attackentherapie bei Migräne verfügbar. Diese werden im praktischen Einsatz anwendungsnah beschrieben.
  • Die neuesten Möglichkeiten in der Attackentherapie bilden die sogenannten CGRP-Rezeptorenblocker. Diese ermöglichen eine gezielte Behandlung der Migräneattacken ohne Gefäßverengung. Die bisherigen Forschungsergebnisse und die möglichen Anwendungen werden erstmalig dargestellt.
  • Die neue Kopfschmerzklassifikation unterscheidet zahlreiche neue Kopfschmerzformen, die spezifisch behandelt werden können. Beispiele sind die chronische Migräne und der schlafgebundene Kopfschmerz. Diese Sonderformen benötigen spezielle und neue Therapiemaßnahmen. Die zeitgemäßen und modernen Behandlungsoptionen werden ausführlich erörtert.
  • Umstrittene Behandlungsformen wie zum Beispiel die Migränechirurgie oder bestimmte Stimulationsverfahren bei Clusterkopfschmerzen werden beschrieben und die wissenschaftliche Datenlage wird zeitgemäß beleuchtet.
  • Ein Hauptaugenmerk wird auf die praxisnahe Anwendung des aktuellen Wissens in der neuen Auflage gelegt. Insbesondere werden neue Versorgungsstrukturen wie das bundesweite Kopfschmerzbehandlungsnetz zur Versorgung von Kopfschmerzpatienten skizziert. Betroffene mit Migränekopfschmerz suchen in erster Linie eine kompetente Anlaufstelle. Das Buch zeigt auf, wie man sie findet.
  • Auch unkonventionelle Behandlungsverfahren und deren Stellenwert sowie Möglichkeiten und Grenzen werden nach dem aktuellsten Stand dargestellt.
  • Zusätzlich sind Adressen von Selbsthilfegruppen und Kliniken, die Wirkungsweise von Behandlungsmöglichkeiten, Checklisten, Kopfschmerzkalender und Schmerzfragebögen für die gezielte Diagnosestellung und Behandlung zusammengestellt.
  • Die neue Auflage gibt erstmals den Leserinnen und Lesern aktuelles Servicematerial im Internet an die Hand. Dort können Schmerzfragebögen, Schmerzkalender, Checklisten und weiteres Servicematerial für den individuellen Gebrauch heruntergeladen werden.

Aus dem Vorwort zur 5. Auflage

Die Behandlung von Kopfschmerzen hat sich in den letzten Jahren als eines der erfolgreichsten und faszinierendsten Felder der Medizin entwickelt. Viele Ursachen von Kopfschmerzen wurden aufgedeckt. Die Mechanismen, die Kopfschmerzen unterhalten und verschlimmern, sind eingehender bekannt. Kopfschmerzen können heute sehr präzise klassifiziert und diagnostiziert werden. Mittlerweile werden über 252 Hauptformen von Kopfschmerzen unterschieden. Dies ist zielführend, da die meisten Kopfschmerzformen ganz präzise und spezialisiert behandelt werden können. Bei den weit verbreiteten Kopfschmerzformen, insbesondere die Migräne und der Kopfschmerz vom Spannungstyp, spielt die Vorbeugung durch Verhaltensanpassung, Wissen und Information eine entscheidende Rolle. Ohne Kenntnis der Hintergründe, die Kopfschmerzen bedingen, unterhalten und komplizieren, ist eine erfolgreiche und nachhaltige Kopfschmerzbehandlung nicht möglich. Aber auch neue und innovative Medikamente stehen Kopfschmerzpatientinnen und -patienten heute zur Verfügung. Diese können, wenn sie gezielt eingesetzt werden, ebenfalls zu einer entscheidenden Besserung von Kopfschmerzen beitragen.

Das zeitgemäße und moderne Wissen muss jedoch den Betroffenen auch unmittelbar zur Verfügung gestellt werden. Dazu sind in den letzten Jahren völlig neue Ideen entstanden, wie Patientinnen und Patienten mit Kopfschmerzen zukünftig und zeitgemäß versorgt werden können. Neue Versorgungsstrukturen, wie das bundesweite Kopfschmerzbehandlungsnetz, wurden entwickelt. Diese ermöglichen eine schnelle Zurverfügungstellung des aktuellen Wissens für die bessere und nachhaltigere Behandlung von Betroffenen. Bei der koordinierten Versorgung sind die Vernetzung und die fachübergreifende Zusammenarbeit wesentliche Erfolgsgrundlagen. Krankenkassen und auch die Gesundheitspolitik haben die Bedeutung von Kopfschmerzen in den Mittelpunkt ihrer Aktivitäten gerückt. Neue vernetzte Organisationsstrukturen wurden aufgebaut, um bei den Betroffenen Schmerzen zu lindern und Kosten zu senken. Eine große Kraft in der Verbesserung der Versorgung geht auch von den Patientinnen und Patienten selbst aus. Sie tauschen sich in Selbsthilfegruppen und in Internet-Foren aus und engagieren sich für die bessere Versorgung von Migräne und Kopfschmerzen. Dies alles hat dazu geführt, dass heute Kopfschmerzen und Migräne so erfolgreich behandelt werden können wie nie zuvor in der Menschheitsgeschichte.

Hier können Sie das Vorwort und Inhaltsverzeichnis lesen!
Das schreibt die Süddeutsche Zeitung

Ladenpreis: EUR 22,95; Springer-Verlag Berlin Heidelberg New York:
ISBN-Nr.  978-3-642-01264-8
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ISBN-13 978-3-642-01264-8
5. Auflage 2010 Springer Medizin Verlag Heidelberg

ISBN 3-540-40777-4
4. Auflage 2004 Springer-Verlag Berlin Heidelberg New York

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Springer Medizin Verlag Heidelberg 1994, 1998, 2002, 2004, 2010


Organspende – Von Mensch zu Mensch

Wie Hip Hop und das Thema Organspende zusammenpassen?

Das hat der Hamburger Rapper Bo Flower beim Organspendedialog des Gesundheitsministerium des Landes Schleswig-Holstein und der TK am 27. April 2009 in der Kunsthalle in Kiel demonstriert. Mit seiner Band sang er den Titelsong des gleichnamigen Musikprojekts “Von Mensch zu Mensch”.

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“Hip Hop bietet die Möglichkeit, auch heftige Themen zu vertexten”, erklärt der Musiker. Und Recht hat er. Denn bei welchem anderen Musikstil würde sich ein Wort wie “Organspendeausweis” schon ohne Probleme in den Text einbauen lassen?

Und unsere Gefühle bei dem Wort “Organspende-Ausweis? Die Reaktionen reichen von “finde ich gar nicht schlecht, hab’ bisher nur keine Gelegenheit gehabt, so einen Ausweis zu bekommen”, bis zu der Angst, Organe zu spenden und dabei noch gar nicht tot zu sein.

Mit einer Organspende kann man nach dem eigenen Tod das Leben anderer, schwer kranker Menschen retten. Die Bereitschaft zur Organspende ist eine sehr persönliche Entscheidung. Für viele bedeutet die Auseinandersetzung mit der Organspende eine erste Konfrontation mit dem eigenen Tod. Das macht natürlich Angst.

Hinzu kommen Unsicherheit, Unwissenheit besonders in medizinischen Fragen sowie zahlreiche Falsch-Informationen. Wer darüber nachdenkt, Organspender zu werden, sollte nur gut und gründlich informiert eine Entscheidung treffen.

Ein Organspendeausweis bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Entscheidung für oder gegen eine Organspende zu dokumentieren – ganz unabhängig davon, wie Sie sich entscheiden. Auf jeden Fall ist es sinnvoll, einen Organspendeausweis auszufüllen.

Sie können mit dem Ausweis der Entnahme von Organen zustimmen oder ihr auch widersprechen. Damit können Sie Ihren Angehörigen helfen und ihnen diese Entscheidung abnehmen. Es sei denn, Sie entschließen sich bewusst, die Entscheidung auf jemand anderen zu übertragen. Auch dazu haben Sie auf dem Organspendeausweis die Möglichkeit.

Ihre Daten werden nicht erfasst und für den Fall, dass Sie Ihre Entscheidung ändern, brauchen Sie den Organspendeausweis einfach nur zu vernichten. Auf einem neuen Ausweis können Sie dann Ihre jeweils aktuellen Wünsche festhalten. Anschließend sollten Sie ihn mit Ihren Personalpapieren bei sich tragen.

Jeden Tag sterben in Deutschland drei Menschen, weil sie nicht rechtzeitig ein Spenderorgan bekommen.

Von Mensch zu Mensch

Leben schenken – Prominente setzen sich für Organspende ein. Obwohl 80 Prozent der Menschen in Deutschland der Organspende positiv gegenüberstehen, trägt nur jeder siebte einen Organspendeausweis bei sich. Im ersten Halbjahr 2008 war die Zahl der Organspender erstmals seit Jahren wieder rückläufig.

Sophie, 6 Jahre, lebt durch Organspende

Sophie, 6 Jahre, lebt durch Organspende

Das Gesundheitsministerium des Landes Schleswig-Holstein und die TK starteten am 27. April 2009 ihre Organspende-Kampagne “Von Mensch zu Mensch”.

Aktiv gestaltet haben die Veranstaltung u.a. Dr. Gitta Trauernicht, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren des Landes Schleswig-Holstein, Helmuth Doose, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse (TK), Betroffene, die Musiker Nele Kohrs und Bo Flower, die sich mit einem Musikprojekt für Organspende stark machen. Betroffene, Experten unterschiedlicher Fachrichtungen und junge Künstler berichteten über ihre Erfahrungen und die neuesten Entwicklungen. Gesprächspartner waren dabei Gesundheitsministerin Dr. Gitta Trauernicht, TK-Vorstand Helmuth Doose, Prof. Dr. Dieter Bröring (UKSH Kiel), Priv.-Doz. Dr. Conny Bürk (UKSH Lübeck), Priv.-Doz. Dr. Nils Frühauf (DSO), Prof. Dr. Hartmut Rosenau (Direktor des Instituts für Systematische Theologie an der CAU Kiel, Sprecher des Zentrums für Ethik), die Künstler Nele und Bo Flower und Betroffene. Moderator war der ARD-Fernsehmoderator Dennis Wilms.

86 Prozent der Menschen in Deutschland haben keinen Organspendeausweis. Hat jemand seine Entscheidung für oder gegen eine Organspende zu Lebzeiten nicht geäußert, müssen die Angehörigen entscheiden, ob sie einer Organentnahme zustimmen. Dies ist für alle Beteiligten, die Angehörigen und die behandelnden Ärzte eine schwierige Situation, denn viele Familien haben über das Thema nie gesprochen. In einer Forsa-Umfrage zur Organspende im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) gab jeder Dritte der Befragten an, dass er sich noch nie mit dem Thema beschäftigt hat und sich nicht ausreichend informiert fühlt.

Die Daten zeigen: Je besser die Menschen informiert sind, desto positiver stehen sie der Organspende gegenüber”, erklärt Prof. Dr. Norbert Klusen, Vorsitzender des Vorstandes der TK die Telefonaktion. “Viele Menschen haben Bedenken, weil sie nicht wissen, wie eine Organspende abläuft. Zudem glauben einige, dass sie aus gesundheitlichen oder Altersgründen nicht für eine Organspende infrage kommen. Hier möchten wir aufklären, informieren und so für mehr Transparenz sorgen.”

12.000 Menschen in Deutschland stehen derzeit auf der Warteliste für ein Spenderorgan. An jedem Tag sterben drei von ihnen, weil sie das lebensrettende Organ nicht rechtzeitig erhalten. Wie die Forsa-Umfrage zeigt, gehen die Antworten der Befragten, warum sie keinen Organspendeausweis ausfüllen, meist auf mangelnde Information, Missverständnisse und Vorurteile zurück.

Die Veranstaltung erklärt deshalb die sieben häufigsten Irrtümer im Zusammenhang mit der Organspende:

1. “Ich bin zu jung / Ich bin zu alt für eine Organspende.” Für die Organspende gibt es kein Mindest- und kein Höchstalter. Da es in jedem Alter Patienten gibt, die auf ein lebensrettendes Spenderorgan warten, gibt es weder nach oben noch nach unten eine Altersgrenze.

2. “Aus religiösen bzw. ethischen Gründen lehne ich eine Organspende ab.” Die katholische und evangelische Kirche sowie der Zentralrat der Muslime befürworten die Organspende als einen Akt der Nächstenliebe und der Solidarität mit Kranken und Behinderten. Da die jüdische Gesetzesauslegung allerdings den Hirntod nicht als Lebensende anerkennt, sind Organentnahmen erst gestattet, wenn das Herz nicht mehr schlägt. So ist zum Beispiel nach dem Tod die Übertragung der Augenhornhaut möglich.

3. “Ich habe Angst, in der Klinik vorzeitig für tot erklärt zu werden, wenn dort dringend Organe benötigt werden.” Voraussetzung für Organspende ist der vollständige und irreversible Hirntod des Patienten. Er muss unabhängig voneinander von zwei Ärzten im Abstand von mindestens zwölf Stunden festgestellt werden.

4. “Ich hatte bisher keine Zeit, mich als Organspender, registrieren zu lassen.” Der Organspendeausweis ist ein einfaches Papierdokument, das man stets bei sich tragen sollte. Die enthaltenen Informationen sind an keiner Stelle registriert. Viele Krankenkassen verschicken die Ausweise kostenlos. Auf vielen Internetseiten steht der Ausweis zum kostenlosen Download.

5.”Aus gesundheitlichen Gründen kann ich kein Organspender sein.” Eine Organspende kommt nicht in Frage, wenn der Verstorbene akut an Krebs erkrankt war oder schwerwiegende Vorerkrankungen wie AIDS oder Tuberkulose hatte. Ob eine Organspende medizinisch möglich ist, prüfen die Ärzte nach dem Hirntod, wenn eine Organspende tatsächlich ansteht. Eine Gesundheitsprüfung zu Lebzeiten ist deshalb nicht nötig.

6. “Wenn ich einen Organspendeausweis bei mir trage, bin ich Organspender.” Auf dem Organspendeausweis kann man seinen persönlichen Wunsch, wie im Fall des Todes verfahren werden soll, dokumentieren. Man kann also auch festhalten, dass man einer Organspende widerspricht, die Einwilligung auf bestimmte Organe begrenzen oder bestimmte Organe ausnehmen. Außerdem kann man die Entscheidung über eine Organspende auf eine andere Person übertragen, die in dem Ausweis benannt wird.

7. “Ich habe Angst, dass mich meine Angehörigen nicht mehr wiedererkennen, wenn bei einer Transplantation meine Organe entnommen wurden.” Der operative Eingriff der Organentnahme erfolgt mit der gleichen chirurgischen Sorgfalt wie jede andere Operation auch. Nach der Explantation wird der Leichnam in würdigem Zustand zur Bestattung überführt.

Quelle: TK

http://www.schleswig-holstein.de/MSGF/DE/Gesundheit/PraeventionRehabilitation/Organspende/Organspende.html

http://www.tk-online.de/tk/medizin-und-gesundheit/behandlungen/organspende/18570

http://www.organspende-info.de/extra/bestellservice/Organspendeausweis/

Einige Eindrücke haben wir hier für Sie zusammengestellt.


Prof. Fumihiko Sakai besucht Schmerzklinik

Prof. Fumihiko und Prof. Dr. Göbel

Prof. Sakai und Prof. Dr. Göbel

Prof. Fumihiko Sakai, Präsident der Japanischen Neurologischen Gesellschaft und Präsident der Asiatischen Kopfschmerzgesellschaft besuchte vom 1.-2. März 2009 die Schmerzklinik Kiel.

Im asiatischen Raum ist die Versorgung von Kopfschmerzerkrankungen noch in der Entwicklung und asiatische Länder, insbesondere China, planen eine Verbesserung der Situation für eine zeitgemäße Kopfschmerzbehandlung. Prof. Sakai informierte sich im Auftrag asiatischer Regierungen über die Behandlungsstrategien und Behandlungsabläufe mit dem Ziel, ähnliche Strukturen auch für die asiatische Bevölkerung verfügbar zu machen.

Es wurde vereinbart, eine internationale Arbeitsgruppe aufzubauen, um die Entwicklungen der modernen Kopfschmerzforschung für die Betroffenen unmittelbar weltweit verfügbar zu machen. Prof. Sakai informierte in einem Vortrag über aktuelle Themen der Schmerzforschung und demonstrierte spezielle Behandlungsmethoden bei Schmerzen der Kopf- und Schultermuskulatur.

Prof. Fumihiko

Prof. Sakai

Untersuchung

Untersuchung

mit Prof. Dr. Göbel

Zusammen mit Prof. Dr. Göbel

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I. Sallay , C. Wulkopf: Ja, der Schmerz

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Imre Sallay widmete zum 10 Gründungsfest der Schmerzklinik Kiel das Lied “Ja, der Schmerz” nach der Musik von Louis Ferrari.
Die Münchner Opernsängerin Cornelia Wulkopf singt das Lied während ihres Aufenthaltes in Kiel. Am Flügel: Imre Sallay

Text: Imre Sallay
Gesang: Cornelia Wulkopf
Am Flügel: Imre Sallay
Musik: Louis Ferrari

Mehr von Cornelia Wulkopf: Die Zauberflöte – Zu Hilfe, Zu Hilfe

Domino – Ja, der Schmerz

Refrain:
Ja, der Schmerz, ja der Schmerz,
er belastet so schrecklich die Leute,
mal der Kopf, mal das Herz,
Ärzte wissen, wie oft man betreute,
das war immer so, und das bleibt auch so,
ja der Schmerz, ja der Schmerz,
hier wird jeder der Kranken bald froh!

Strophe:
In der Klinik sagt jeder, «ich werde gesund,
nun hab’ ich vom Doktor den richtIgen Befund,
oh es wird so wunderbar sein,
ohne Schmerzen, ohne Pein,
bin so froh, dass ich da bin, am richtigen Weg,
für uns gibt es hier Hoffnung, s’ist ein Privileg,
dass wir da sind, macht uns mehr Mut,
denn es geht uns bald recht gut!»

Refrain:
Ja, der Schmerz, ja der Schmerz,
er belastet so schrecklich die Leute,
mal der Kopf, mal das Herz,
Ärzte wissen, wie oft man betreute,
das war immer so, und das bleibt auch so,
ja der Schmerz, ja der Schmerz,
hier wird jeder der Kranken bald froh!

Coda
«Mit dem Schmerz, mit der Pein,
lässt man uns hier drin nicht mehr allein,
wir sind froh, hoffnungsvoll,
so schön kann Leben wieder sein!»

Gewidmet zur 10-jährigen Jubiläumsfeier der Schmerzklinik Kiel unter der Leitung von
Prof. Dr.med. Dipl.Psych. Hartmut Göbel


Cluster-Kopfschmerz: Schmerz Namenlos

Cluster-Kopfschmerz

Cluster-Kopfschmerz ist eine der schwersten Schmerzerkrankungen des Menschen. Es eskalieren unvermittelt unvorstellbar schwerste Schmerzattacken von 15-180 Minuten Dauer einseitig im Augenbereich, der Stirn oder der Schläfe. Die Häufigkeit beträgt bis zu acht Attacken pro Tag.

Clusterkopfschmerz: Denkmal

Die Muttersprache kennt ihn nicht: Clusterkopfschmerz

Zusätzlich zu den Schmerzen treten Augenrötung, Augentränen, Verstopfung der Nase, Nasenlaufen, vermehrtes Schwitzen im Bereich von Stirn und Gesicht, Verengung der Pupille, Hängen des Augenlides, Schwellung der Augenlider und körperliche Unruhe mit Bewegungsdrang auf.

Die Attacken erscheinen während einer bestimmten Zeitspanne gehäuft, meist über eine aktive Periode von ca. sechs Wochen. Die englische Sprache spricht vom Cluster-Kopfschmerz, wörtlich übersetzt vom „Haufen”-Kopfschmerz.

Bei einem Teil der Betroffenen liegen zwischen diesen zeitlich gruppierten Kopfschmerz-Attacken kopfschmerzfreie Wochen oder Monate. Andere kennen solche kopfschmerzfreien Intervalle nicht.

Die Erkrankungshäufigkeit des Cluster-Kopfschmerzes in der Gesamtbevölkerung beträgt nach verschiedenen Studien ca. 1 %. Im Durchschnitt dauert es nach einer Erhebung der Cluster-Kopfschmerz- Selbsthilfegruppen (CSG) in Deutschland acht Jahre, bis die zutreffende Diagnose gestellt wird.

Cluster-Kopfschmerz  schmerzt unermesslich. Zusätzlich unerforscht, undiagnostiziert und unbehandelt ist er eine der bösartigsten und gleichzeitig nutzlosesten Schmerzerkrankungen des Menschen.

Soziale Isolation, Persönlichkeitsänderung, Angst, Depression, Mutlosigkeit, Wut, Trauer, Verzweiflung, Aufgabe des Lebenswillens heißen seine vielfältigen Begleiter.

Dabei kann Cluster-Kopfschmerz in der Regel schnell diagnostiziert werden. Und es gibt sehr wirksame Behandlungsmöglichkeiten. Jedoch: Adäquate Diagnosen werden oft sehr spät oder gar nicht gestellt, effektive Therapien bleiben daher aus oder werden erst nach vielen qualvollen Jahren einer Schmerz-Odyssee und schwerwiegenden Komplikationen eingeleitet. Auch so können unüberwindbare Hinderungsgründe einer effektiven Behandlung entstehen, die bei rechtzeitiger Therapie oft zu vermeiden gewesen wären. Andere müssen entmutigende Kämpfe um wissenschaftlich gesicherte Therapien durchstehen und schließlich aufgeben: Wirksame Therapien sind zwar bekannt und in Leitlinien beschrieben, aber für den Schmerz ohne Namen oft nicht zugelassen. Auch in der Aus- und Weiterbildung findet sich dieser Schmerz ohne Worte nur marginal – wenn überhaupt. Das Schwerbehindertenrecht kennt den Schmerz ohne Recht nicht. So trotzt er allzu oft heimtückisch und unüberwindlich mit überstarker Wehr erhoffter Linderung. Und Betroffene leiden weiter, alleine, ohne Zuversicht, unheilvoll an sinnlosen Schmerzattacken in Verzweiflung und kalt erstorbener Hoffnung.

Die deutsche Sprache kennt keinen Namen für diese Schmerzen. Es ist der Schmerz-Namenlos, Schmerz-Analphabetismus.

Matthias Kempendorf  hat ihn erleben müssen. Er hat neue ergreifende und bewegende Worte für und gegen den Schmerz-Namenlos gefunden. Seine Texte zeigen: Wo Worte sind, entstehen Fragen, Antworten, Wege und Zuversicht.

Lesen Sie hier:

versuch-über-clusterkopfschmerz-matthias-kempendorf

Matthias Kempendorf  hat dieser Schmerzkrankheit ein “Denk-mal” im wahrsten Sinne des Wortes gesetzt.

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Mehr links

Patrick Süskind: Amnesie in litteris

Cluster-Kopfschmerz: Übersicht

Cluster-Kopfschmerz: Klassifikation

Kopfschmerzschnelltest nach Prof. Hartmut Göbel