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Cindy McCain: Migräne anpacken, es ist Zeit!

Cindy McCains Ansprache zum Internationalen Kopfschmerzkongress

Cindy McCain: Zeit, sich der Sache anzunehmen

Cindy McCain: Zeit, sich der Sache anzunehmen

Cindy McCain, die Ehefrau des US-Präsidentschafts-kandidaten 2007/2008 John McCain, engagierte sich anlässlich des Internationalen Kopfschmerzkongresses 2009 in Philadelphia (USA) öffentlich für die Belange von Migräne- und Kopfschmerzpatienten. Cindy McCain unterstützte im Jahre 2000 die Präsidentschafts-kandidatur ihres Ehemanns, welcher damals gegen den republikanischen Mitbewerber George W. Bush unterlegen war. Besonders bekannt wurde sie auch für ihre Engagement während der Präsidentschaftskandidatur ihres Mannes im Jahre 2007/2008.

Cindy McCain ist selbst betroffene Migränepatientin. Ihr zentrales Statement wurde von vielen Betroffenen ersehnt:

„Ich bin eine von den vielen Millionen Betroffenen. Die Zeit ist überreif, sich der Sache anzunehmen”.

Ihre Rede wurde von den über 2000 internationalen Wissenschaftlern und Ärzten auf dem Internationalen Kopfschmerzkongress 2009 am 12. September 2009 in Philadelphia mit vielen minutenanhaltenden Standing Ovations bedacht. Cindy McCain formulierte drei Kernpunkte:

1.    „Verbessern Sie das Leben Ihrer Migränepatientinnen und Patienten, indem Sie zuhören, Bewusstsein und Aufmerksamkeit schenken und verstehen Sie, welch schwere Behinderung die Erkrankung sein kann”.

2.    „Arbeiten Sie mit führenden Politikern zusammen und machen Sie die gesundheitspolitische Bedeutung erkennbar. Entwickeln Sie einen Brain Trust um integrierte fachübergreifende Forschung und Versorgung zu fördern. Ermöglichen Sie die Umsetzung der wissenschaftlichen Forschung im Labor für die praktische Versorgung von Betroffenen und dass sich beide Bereiche gegenseitig inspirieren”.

3.    „Schaffen Sie eine öffentliche Bewusstseinskampagne um die Aufmerksamkeit für die Migräne- und Kopfschmerzerkrankungen zu verbessern und machen Sie deutlich, welche enormen körperlichen, medizinischen und psychologischen Erschwernisse die Erkrankung für die Betroffenen darstellt”.

Kunst in Philadelphia: Liebe

Kunst in Philadelphia: Liebe

Dr. Fred Sheftell, Präsident der amerikanischen Kopfschmerzgesellschaft sagte: „Cindy McCain hat ihr Lebenswerk dafür eingesetzt, dass Menschen auf der ganzen Welt ein besseres Leben realisieren können. Wir fühlen uns geehrt und begeistert, dass jemand mit ihrer Prominenz und Glaubwürdigkeit aufsteht und sich gegen die Stille und Anonymität dieser Erkrankung Gehör verschafft. Sie ist eine wahre Heldin für Migränepatientinnen und -patienten weltweit”.

Cindy McCain forderte während ihrer Ansprache mit klaren Worten: „Meine Mission ist es, nachdrücklich darauf zu dringen, dass mehr Bewusstsein und mehr Respekt für Migränepatientinnen und -patienten in der medizinischen Gemeinschaft aufgebracht wird. Auch unsere Gesellschaft muss dafür Sorge tragen, dass mehr wissenschaftliche Anstrengungen in der Versorgung für Kopfschmerzpatienten geleistet werden”.

International Headache Congress 2009 Philadelphia, USA

International Headache Congress 2009 Philadelphia, USA

Cindy McCain selbst leidet unter einer schweren Verlaufsform der Migräne. Mehrmals musste sie wegen ihrer Migräneerkrankung auch stationär behandelt werden. Weniger der Stress im Zusammenhang mit der politischen Unterstützung ihres Mannes bewirkte die Auslösung von Migräneattacken als vielmehr helles Licht, Lärm oder starke Gerüche. Mrs. McCain sagte: „Migräne ist eine wirklich schwere Erkrankung. Ich bin eine der Glücklichen, die eine exakte Diagnose erhalten hat. Aber ich muss weiter mit den schweren Schmerzen und der schweren Behinderung durch die Erkrankung kämpfen. Gleichwohl bekommen viele Betroffene keine Klarheit über ihre Diagnose und erhalten keine effektive Behandlung. Meine Familie wusste oft nicht, was sie machen sollten, wenn ich wieder eine schwere Attacke hatte. Sie haben versucht einfühlsam zu sein, aber die Wahrheit ist, dass ich mich für 24 oder mehr Stunden aus dem Leben während der Attacken verabschieden musste”.

Es ging ihr offensichtlich so wie vielen anderen Migränebetroffenen auch. Niemand machte ihr deutlich, dass sie an einer erfassbaren und behandelbaren Erkrankung litt oder leidet, die Migräne heißt. Zu ihren eigenen Erfahrungen mit der Diagnose und der Behandlung sagte Cindy McCain: „Ich war frustriert und hatte schreckliche Schmerzen. Mein Hausarzt und sogar nicht einmal meine Neurologen haben die Schmerzen und die Erkrankung ernst genommen. Niemand hat mir effektive Therapien verschrieben um die schwere Schmerzproblematik unter Kontrolle zu bekommen”.

Cindy McCain erinnerte auch daran, wie schwer es ihr fiel, klare Worte für die Beschreibung ihrer Migräneschmerzen zu finden. Sie verdeutlichte, wie sie ihrem Ehemann klar machen wollte, was in ihr während einer Attacke vorgeht: „Es ist eine Folter. Man ist wie an einen Stuhl für vier Tage gebunden. Ich kann mir nicht vorstellen, was Folter genau bedeutet und wie unerträglich solche Tortouren sein müssen, aber ich glaube, es muss so etwas sein wie meine Kopfschmerzen, denn Migräne muss solchen Erlebnissen sehr nahe kommen”.

Cindy McCain machte auch ihren Ärger und ihre Frustration bezüglich der langsamen Fortschritte in der Versorgung von Migränepatienten deutlich. Ganz im Vordergrund sah sie dabei die Missachtung der Bedürfnisse der Betroffenen durch die Gesundheitspolitik. „Ich bin bass erstaunt, über den geringen Fortschritt auf diesem Gebiet. Es gibt nicht eine einzige spezifische vorbeugende Medikation für Migräne und es gibt nicht genügend ausreichende effektive Behandlungsmaßnahmen zur Kontrolle der Attacken”.

Kunst in Philadelpia: Klammer

Kunst in Philadelpia: Klammer

Mrs. McCain gab den anwesenden Wissenschaftlern und Ärzten gezielte Ratschläge: „Mein Rat an die Ärzte ist laut und klar. Er heißt:

  • Hören Sie zu! Hören Sie zu, was Ihre Patientinnen und Patienten Ihnen über ihre Erkrankung erzählen.
  • Hören Sie zu, wie schwer der Schmerz ist und wie viel Leiden sie zu ertragen haben.
  • Hören Sie zu, wie ihnen der Schmerz das Leben raubt.
  • Hören Sie zu, wie schlecht es ihnen geht und wie schlecht sie sich fühlen.
  • Hören Sie ihnen zu. Nehmen Sie sie ernst und helfen Sie ihnen Verantwortung für ihre Erkrankung und für ihr Leben zu übernehmen”.

Cindy McCain: „Ich bin eine von den vielen Millionen Betroffenen. Die Zeit ist überreif, sich der Sache anzunehmen”.

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Organspende – Von Mensch zu Mensch

Wie Hip Hop und das Thema Organspende zusammenpassen?

Das hat der Hamburger Rapper Bo Flower beim Organspendedialog des Gesundheitsministerium des Landes Schleswig-Holstein und der TK am 27. April 2009 in der Kunsthalle in Kiel demonstriert. Mit seiner Band sang er den Titelsong des gleichnamigen Musikprojekts “Von Mensch zu Mensch”.

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“Hip Hop bietet die Möglichkeit, auch heftige Themen zu vertexten”, erklärt der Musiker. Und Recht hat er. Denn bei welchem anderen Musikstil würde sich ein Wort wie “Organspendeausweis” schon ohne Probleme in den Text einbauen lassen?

Und unsere Gefühle bei dem Wort “Organspende-Ausweis? Die Reaktionen reichen von “finde ich gar nicht schlecht, hab’ bisher nur keine Gelegenheit gehabt, so einen Ausweis zu bekommen”, bis zu der Angst, Organe zu spenden und dabei noch gar nicht tot zu sein.

Mit einer Organspende kann man nach dem eigenen Tod das Leben anderer, schwer kranker Menschen retten. Die Bereitschaft zur Organspende ist eine sehr persönliche Entscheidung. Für viele bedeutet die Auseinandersetzung mit der Organspende eine erste Konfrontation mit dem eigenen Tod. Das macht natürlich Angst.

Hinzu kommen Unsicherheit, Unwissenheit besonders in medizinischen Fragen sowie zahlreiche Falsch-Informationen. Wer darüber nachdenkt, Organspender zu werden, sollte nur gut und gründlich informiert eine Entscheidung treffen.

Ein Organspendeausweis bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Entscheidung für oder gegen eine Organspende zu dokumentieren – ganz unabhängig davon, wie Sie sich entscheiden. Auf jeden Fall ist es sinnvoll, einen Organspendeausweis auszufüllen.

Sie können mit dem Ausweis der Entnahme von Organen zustimmen oder ihr auch widersprechen. Damit können Sie Ihren Angehörigen helfen und ihnen diese Entscheidung abnehmen. Es sei denn, Sie entschließen sich bewusst, die Entscheidung auf jemand anderen zu übertragen. Auch dazu haben Sie auf dem Organspendeausweis die Möglichkeit.

Ihre Daten werden nicht erfasst und für den Fall, dass Sie Ihre Entscheidung ändern, brauchen Sie den Organspendeausweis einfach nur zu vernichten. Auf einem neuen Ausweis können Sie dann Ihre jeweils aktuellen Wünsche festhalten. Anschließend sollten Sie ihn mit Ihren Personalpapieren bei sich tragen.

Jeden Tag sterben in Deutschland drei Menschen, weil sie nicht rechtzeitig ein Spenderorgan bekommen.

Von Mensch zu Mensch

Leben schenken – Prominente setzen sich für Organspende ein. Obwohl 80 Prozent der Menschen in Deutschland der Organspende positiv gegenüberstehen, trägt nur jeder siebte einen Organspendeausweis bei sich. Im ersten Halbjahr 2008 war die Zahl der Organspender erstmals seit Jahren wieder rückläufig.

Sophie, 6 Jahre, lebt durch Organspende

Sophie, 6 Jahre, lebt durch Organspende

Das Gesundheitsministerium des Landes Schleswig-Holstein und die TK starteten am 27. April 2009 ihre Organspende-Kampagne “Von Mensch zu Mensch”.

Aktiv gestaltet haben die Veranstaltung u.a. Dr. Gitta Trauernicht, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren des Landes Schleswig-Holstein, Helmuth Doose, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse (TK), Betroffene, die Musiker Nele Kohrs und Bo Flower, die sich mit einem Musikprojekt für Organspende stark machen. Betroffene, Experten unterschiedlicher Fachrichtungen und junge Künstler berichteten über ihre Erfahrungen und die neuesten Entwicklungen. Gesprächspartner waren dabei Gesundheitsministerin Dr. Gitta Trauernicht, TK-Vorstand Helmuth Doose, Prof. Dr. Dieter Bröring (UKSH Kiel), Priv.-Doz. Dr. Conny Bürk (UKSH Lübeck), Priv.-Doz. Dr. Nils Frühauf (DSO), Prof. Dr. Hartmut Rosenau (Direktor des Instituts für Systematische Theologie an der CAU Kiel, Sprecher des Zentrums für Ethik), die Künstler Nele und Bo Flower und Betroffene. Moderator war der ARD-Fernsehmoderator Dennis Wilms.

86 Prozent der Menschen in Deutschland haben keinen Organspendeausweis. Hat jemand seine Entscheidung für oder gegen eine Organspende zu Lebzeiten nicht geäußert, müssen die Angehörigen entscheiden, ob sie einer Organentnahme zustimmen. Dies ist für alle Beteiligten, die Angehörigen und die behandelnden Ärzte eine schwierige Situation, denn viele Familien haben über das Thema nie gesprochen. In einer Forsa-Umfrage zur Organspende im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) gab jeder Dritte der Befragten an, dass er sich noch nie mit dem Thema beschäftigt hat und sich nicht ausreichend informiert fühlt.

Die Daten zeigen: Je besser die Menschen informiert sind, desto positiver stehen sie der Organspende gegenüber”, erklärt Prof. Dr. Norbert Klusen, Vorsitzender des Vorstandes der TK die Telefonaktion. “Viele Menschen haben Bedenken, weil sie nicht wissen, wie eine Organspende abläuft. Zudem glauben einige, dass sie aus gesundheitlichen oder Altersgründen nicht für eine Organspende infrage kommen. Hier möchten wir aufklären, informieren und so für mehr Transparenz sorgen.”

12.000 Menschen in Deutschland stehen derzeit auf der Warteliste für ein Spenderorgan. An jedem Tag sterben drei von ihnen, weil sie das lebensrettende Organ nicht rechtzeitig erhalten. Wie die Forsa-Umfrage zeigt, gehen die Antworten der Befragten, warum sie keinen Organspendeausweis ausfüllen, meist auf mangelnde Information, Missverständnisse und Vorurteile zurück.

Die Veranstaltung erklärt deshalb die sieben häufigsten Irrtümer im Zusammenhang mit der Organspende:

1. “Ich bin zu jung / Ich bin zu alt für eine Organspende.” Für die Organspende gibt es kein Mindest- und kein Höchstalter. Da es in jedem Alter Patienten gibt, die auf ein lebensrettendes Spenderorgan warten, gibt es weder nach oben noch nach unten eine Altersgrenze.

2. “Aus religiösen bzw. ethischen Gründen lehne ich eine Organspende ab.” Die katholische und evangelische Kirche sowie der Zentralrat der Muslime befürworten die Organspende als einen Akt der Nächstenliebe und der Solidarität mit Kranken und Behinderten. Da die jüdische Gesetzesauslegung allerdings den Hirntod nicht als Lebensende anerkennt, sind Organentnahmen erst gestattet, wenn das Herz nicht mehr schlägt. So ist zum Beispiel nach dem Tod die Übertragung der Augenhornhaut möglich.

3. “Ich habe Angst, in der Klinik vorzeitig für tot erklärt zu werden, wenn dort dringend Organe benötigt werden.” Voraussetzung für Organspende ist der vollständige und irreversible Hirntod des Patienten. Er muss unabhängig voneinander von zwei Ärzten im Abstand von mindestens zwölf Stunden festgestellt werden.

4. “Ich hatte bisher keine Zeit, mich als Organspender, registrieren zu lassen.” Der Organspendeausweis ist ein einfaches Papierdokument, das man stets bei sich tragen sollte. Die enthaltenen Informationen sind an keiner Stelle registriert. Viele Krankenkassen verschicken die Ausweise kostenlos. Auf vielen Internetseiten steht der Ausweis zum kostenlosen Download.

5.”Aus gesundheitlichen Gründen kann ich kein Organspender sein.” Eine Organspende kommt nicht in Frage, wenn der Verstorbene akut an Krebs erkrankt war oder schwerwiegende Vorerkrankungen wie AIDS oder Tuberkulose hatte. Ob eine Organspende medizinisch möglich ist, prüfen die Ärzte nach dem Hirntod, wenn eine Organspende tatsächlich ansteht. Eine Gesundheitsprüfung zu Lebzeiten ist deshalb nicht nötig.

6. “Wenn ich einen Organspendeausweis bei mir trage, bin ich Organspender.” Auf dem Organspendeausweis kann man seinen persönlichen Wunsch, wie im Fall des Todes verfahren werden soll, dokumentieren. Man kann also auch festhalten, dass man einer Organspende widerspricht, die Einwilligung auf bestimmte Organe begrenzen oder bestimmte Organe ausnehmen. Außerdem kann man die Entscheidung über eine Organspende auf eine andere Person übertragen, die in dem Ausweis benannt wird.

7. “Ich habe Angst, dass mich meine Angehörigen nicht mehr wiedererkennen, wenn bei einer Transplantation meine Organe entnommen wurden.” Der operative Eingriff der Organentnahme erfolgt mit der gleichen chirurgischen Sorgfalt wie jede andere Operation auch. Nach der Explantation wird der Leichnam in würdigem Zustand zur Bestattung überführt.

Quelle: TK

http://www.schleswig-holstein.de/MSGF/DE/Gesundheit/PraeventionRehabilitation/Organspende/Organspende.html

http://www.tk-online.de/tk/medizin-und-gesundheit/behandlungen/organspende/18570

http://www.organspende-info.de/extra/bestellservice/Organspendeausweis/

Einige Eindrücke haben wir hier für Sie zusammengestellt.


Schmerzklinik gewinnt Ideenwettbewerb

TK-News

Schmerzklinik Kiel und TK gewinnen Ideenwettbewerbschmerzklinik-kiel-und-tk-gewinnen-ideenwettbewerb1

Kiel, 24. März 2009. Die Schmerzklinik Kiel und die Techniker Krankenkasse (TK) sind gestern (23. März) in Berlin gemeinsam beim Wettbewerb “Ideenpark Gesundwirtschaft 2009” ausgezeichnet worden. Das Kieler Versorgungsmodell zur Behandlung von chronischen Kopfschmerzen gehört zu den zehn preisgekrönten Gesundheitsangeboten in Deutschland. Die Financial Times Deutschland (FTD) hat die zehn innovativsten Unternehmen, Institutionen und Einzelpersonen aus dem gesamten Gesundheitsbereich gesucht. Ziel des Wettbewerbs ist es, richtungsweisende Ansätze einer größeren Öffentlichkeit bekannt zu machen und so die Debatte über ein besseres Gesundheitssystem voranzutreiben.

Die TK und die Schmerzklinik Kiel haben vor zwei Jahren das erste bundesweite koordinierte Kopfschmerzbehandlungsnetz ins Leben gerufen. Seitdem sind mehr als 1200 Menschen mit schweren chronischen Kopfschmerzen nach dem ganzheitlichen Kieler Konzept behandelt worden. “Für die Betroffenen ist dieses Versorgungskonzept ein Meilenstein – viele erleben erstmals seit vielen Jahren ein Leben ohne Kopfschmerzen”, sagt Professor Dr. Hartmut Göbel, Direktor der Schmerzklinik Kiel. Das bundesweite Konzept wurde von den Partnern Schmerzklinik Kiel und TK gemeinsam entwickelt. “Es ermöglicht erstmals eine bundesweite sektorenübergreifende Vernetzung der ambulanten und stationären Kopfschmerztherapie”, erklärt Dr. Johann Brunkhorst, Leiter der TK-Landesvertretung Schleswig-Holstein.

Bundesweit arbeiten mehr als 400 regionale Schmerztherapeuten sowie stationär tätige Schmerztherapeuten der Schmerzklinik Kiel eng zusammen. Sie behandeln nach aktuellen Leitlinien und auf modernstem wissenschaftlichen Stand. Die Qualität der Behandlung wird durch kontinuierliche wissenschaftliche Begleitforschung und medizinischen Fachaustausch ständig verbessert. Die nachhaltige Kosteneffizienz ist durch Analyse der direkten und indirekten Kosten bestätigt. Zwei Jahre nach dem Start sind mittlerweile fast alle großen Krankenkassen dem Versorgungsprojekt beigetreten.

Das Konzept hat deutschlandweit die Versorgung der Volkskrankheit Kopfschmerz völlig neu strukturiert. Es gilt inzwischen auch unter internationalen Fachleuten als vorbildhaft für eine  effektive  Schmerztherapie. “Wir sind stolz darauf, dass unser innovatives Versorgungskonzept jetzt ausgezeichnet wird. Dies ist ein Beleg für die Leistungsfähigkeit des Gesundheitsstandortes Schleswig-Holstein”, sagte TK-Chef Brunkhorst. Beide Projektpartner wollen das Konzept weiter ausbauen. So sollen u.a. spezielle Kopfschmerzkurse für Kinder angeboten und Präventionsprogramme für Schüler entwickelt werden.

Kopfschmerznetz ausgezeichnet Bericht Zeitschrift für Schmerztherapie 052009


Prof. Fumihiko Sakai besucht Schmerzklinik

Prof. Fumihiko und Prof. Dr. Göbel

Prof. Sakai und Prof. Dr. Göbel

Prof. Fumihiko Sakai, Präsident der Japanischen Neurologischen Gesellschaft und Präsident der Asiatischen Kopfschmerzgesellschaft besuchte vom 1.-2. März 2009 die Schmerzklinik Kiel.

Im asiatischen Raum ist die Versorgung von Kopfschmerzerkrankungen noch in der Entwicklung und asiatische Länder, insbesondere China, planen eine Verbesserung der Situation für eine zeitgemäße Kopfschmerzbehandlung. Prof. Sakai informierte sich im Auftrag asiatischer Regierungen über die Behandlungsstrategien und Behandlungsabläufe mit dem Ziel, ähnliche Strukturen auch für die asiatische Bevölkerung verfügbar zu machen.

Es wurde vereinbart, eine internationale Arbeitsgruppe aufzubauen, um die Entwicklungen der modernen Kopfschmerzforschung für die Betroffenen unmittelbar weltweit verfügbar zu machen. Prof. Sakai informierte in einem Vortrag über aktuelle Themen der Schmerzforschung und demonstrierte spezielle Behandlungsmethoden bei Schmerzen der Kopf- und Schultermuskulatur.

Prof. Fumihiko

Prof. Sakai

Untersuchung

Untersuchung

mit Prof. Dr. Göbel

Zusammen mit Prof. Dr. Göbel

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Auch in Afrika Schmerzen lindern

Schmerzklinik Kiel erhält Besuch aus Tansania

Während ihres Deutschlandaufenthalts auf Einladung der evangelischen Partnergemeinden Kiel-Dietrichsdorf und Schönkirchen besuchten Pastor Jubilant Anthony Ngowi und drei weitere Gemeindemitglieder aus dem Ort Uchira in der Ostkilimanjaro-Region in Tansania am 16.10.2009 die Schmerzklinik Kiel und konnten sich über Möglichkeiten der modernen Schmerztherapie informieren.

In Uchira gibt es zur Krankenversorgung lediglich eine kleine Krankenstation (Dispensary) mit nur sehr beschränkten Ausstattungen und Behandlungsmöglichkeiten, in denen ein Mediziner und drei Krankenschwestern beschäftigt sind. In diesem Zusammenhang ist in Kooperation mit dem Verein Kieler Ärzte für Afrika e.V. eine Partnerschaft zwischen der Schmerzklinik Kiel und der Dispensary in Uchira geplant, für die durch den Besuch der Gäste aus Tansania der Grundstein gelegt wurde.

Besuch und Hospitation von Gästen aus Tansania

Besuch und Hospitation von Gästen aus Tansania


I. Sallay , C. Wulkopf: Ja, der Schmerz

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Imre Sallay widmete zum 10 Gründungsfest der Schmerzklinik Kiel das Lied “Ja, der Schmerz” nach der Musik von Louis Ferrari.
Die Münchner Opernsängerin Cornelia Wulkopf singt das Lied während ihres Aufenthaltes in Kiel. Am Flügel: Imre Sallay

Text: Imre Sallay
Gesang: Cornelia Wulkopf
Am Flügel: Imre Sallay
Musik: Louis Ferrari

Mehr von Cornelia Wulkopf: Die Zauberflöte – Zu Hilfe, Zu Hilfe

Domino – Ja, der Schmerz

Refrain:
Ja, der Schmerz, ja der Schmerz,
er belastet so schrecklich die Leute,
mal der Kopf, mal das Herz,
Ärzte wissen, wie oft man betreute,
das war immer so, und das bleibt auch so,
ja der Schmerz, ja der Schmerz,
hier wird jeder der Kranken bald froh!

Strophe:
In der Klinik sagt jeder, «ich werde gesund,
nun hab’ ich vom Doktor den richtIgen Befund,
oh es wird so wunderbar sein,
ohne Schmerzen, ohne Pein,
bin so froh, dass ich da bin, am richtigen Weg,
für uns gibt es hier Hoffnung, s’ist ein Privileg,
dass wir da sind, macht uns mehr Mut,
denn es geht uns bald recht gut!»

Refrain:
Ja, der Schmerz, ja der Schmerz,
er belastet so schrecklich die Leute,
mal der Kopf, mal das Herz,
Ärzte wissen, wie oft man betreute,
das war immer so, und das bleibt auch so,
ja der Schmerz, ja der Schmerz,
hier wird jeder der Kranken bald froh!

Coda
«Mit dem Schmerz, mit der Pein,
lässt man uns hier drin nicht mehr allein,
wir sind froh, hoffnungsvoll,
so schön kann Leben wieder sein!»

Gewidmet zur 10-jährigen Jubiläumsfeier der Schmerzklinik Kiel unter der Leitung von
Prof. Dr.med. Dipl.Psych. Hartmut Göbel