
Chronische Migräne: Diagnose durch den zeitlichen Verlauf
Als die International Headache Society im Jahre 1988 die erste Ausgabe der Internationalen Kopfschmerzklassifikation (ICHD-I) publizierte, fand sich unter den aufgeführten 165 Diagnosen keine Erwähnung einer chronischen Migräne. Die Migräne wurde als episodische Kopfschmerzform klassifiziert. Eine Subform der Migräne, die täglich oder nahezu täglich besteht, wurde nicht definiert. Hingegen wurde bereits in der ICHD-I ein Weiterlesen →

Wirkmechanismen von Botulinumtoxin A (Botox) in der Pathophysiologie der Migräne Gesamtübersicht
Das Medikament Botox® (Botulinumtoxin Typ A) hat am 23. September 2011 die Zulassung zur Linderung der Symptome von chronischer Migräne bei Erwachsenen, die unzureichend auf prophylaktische Migränebehandlungen angesprochen haben oder diese nicht vertrugen, vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erhalten. Die Zulassung erfolgte auf Basis des sogenannten Verfahrens der gegenseitigen Anerkennung (Mutual Recognition Procedure) in 14 europäischen Ländern.
Mehr zum wissenschaftlichen und klinischen Hintergrund:
Prophylaxe der chronischen Migräne mit Botulinumtoxin
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Die 10-20 Regel in der Kopfschmerztherapie
Die Zunahme und Verstärkung von Kopfschmerzen aufgrund von Übergebrauch von Schmerzmitteln oder Triptanen müssen immer dann vermutet werden, wenn Akutmedikamente an mehr als zehn Tagen pro Monat erforderlich werden, gleichgültig, welche Dosis dabei verwendet wird.
Die »10-20 Regel« zum Vermeiden und Erkennen von Medikamentenübergebrauchs-Kopfschmerz (MÜK) lautet: Schmerzmittel und spezifische Migränemittel (die sog. Triptane) sollten maximal an 10 Tagen pro Monat verwendet werden.
20 von 30 Tagen sollten also frei von deren Einnahme sein. Bei dieser Regel werden nicht die an den 10 Tagen verwendeten Tabletten gezählt, sondern nur der jeweilige Tag, unabhängig von der eingenommen Menge.
Das bedeutet auch: Besser einmal richtig behandeln, als häufig nur ein bisschen. Aus diesen Gründen ist die Erfassung der Kopfschmerzen im Monatsverlauf mit einem Schmerzkalender für eine zeitgemäße Kopfschmerztherapie unerlässlich.
Die Medizin unterscheidet heute über 250 verschiedene Formen von Kopfschmerzen. Ungefähr 90 Prozent der Patienten leiden an Migräne und Spannungskopfschmerzen. Doch es gibt auch seltene Kopfschmerzformen. Dazu gehört der sogenannte Clusterkopfschmerz – und genau darum ging es am Wochenende auf einem Symposium in der Schmerzklinik Kiel. Weiterlesen →
Jetzt im iTunes App Store – die Migräne-App für iPhone, iPad und iPod Touch!
Prof. Dr. Hartmut Göbel und das Team der Schmerzklinik Kiel haben einen Kopfschmerz-Kalender für Apple´s iPhone, iPad und iPod touch entwickelt. Er soll helfen, den Verlauf der Migräne und Kopfschmerzerkrankung zu beobachten und zu dokumentieren. Die Symptome, die Behandlung und die Auswirkungen der Migräne oder der Spannungs-Kopfschmerzen können exakt und zeitgemäß dokumentiert werden. Die Kopfschmerzen können so effektiver und gezielter behandelt werden. Die App ist im iTunes-App-Store unter dem Namen „Migraine“ kostenfrei erhältlich.
Der Schmerkalender basiert auf der weltweit gültigen Kopfschmerzklassifikation der internationalen Kopfschmerzgesellschaft. Die App ist auch in englischer Sprache global verfügbar. Mit einem Kopfschmerzschnelltest kann man prüfen, welcher Kopfschmerztyp besteht. Ein Chronifizierungscheck prüft zudem, wie hoch das Risiko ist, dass die Migräne oder die Kopfschmerzen chronifizieren und häufiger werden. Wichtige Informationen zu Kopfschmerzen und Migräne wurden im Kopfschmerzkompendium Migräne-Wissen zusammengestellt. Auch gibt es einen direkten Link zum Migräne- und Kopfschmerzselbsthilfenetz www.headbook.me. Regelmäßige Updates gewährleisten, stets auf dem aktuellen Stand der Kopfschmerzforschung zu bleiben.
Download Migraine App für iPhone
5 Jahre spezialisiertes Kompetenzzentrum der Schmerzklinik Kiel in Kooperation mit dem Bundesverband der Selbsthilfegruppen für an Clusterkopfschmerz Erkrankte und deren Angehörige
Das Zentrum für seltene Kopfschmerzerkrankungen mit Clusterkopfschmerz-Competenz-Centrum an der Schmerzklinik Kiel wurde 2006 von der Schmerzklinik Kiel in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Selbsthilfegruppen für an Clusterkopfschmerz Erkrankte und deren Angehörige initiiert. Hintergrund der Initiative war, dass es im Mittel acht Jahre dauert, bis die Betroffenen eine adäquate Diagnose und eine spezifische Behandlung erhalten. Ziel des Diagnose-, Behandlungs- und Forschungszentrums ist es, Patientinnen und Patienten mit seltenen Kopfschmerzerkrankungen fachübergreifend und auf aktuellem internationalem wissenschaftlichem Niveau zu behandeln. Weiterlesen →