PRIMA-Studie: Neue Ergebnisse zum Zusammenhang offenes Foramen ovale und Migräne

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PRIMA-Studie: Neue Ergebnisse zum Zusammenhang offenes Foramen ovale und Migräne

Migräne und offenes Foramen ovaleEtwa 10-15 % aller Europäer leiden an Migräne. Jüngste Forschungsbemühungen legten u.a. einen Zusammenhang zwischen Migräne und einem häufigen Herzfehler nahe, dem offenen Foramen ovale (PFO, „ovales Loch“). Ein PFO ist eine kleine Öffnung zwischen den oberen Herzkammern, die bei etwa 25 % der Bevölkerung auftritt. Blut, das durch diese Öffnung fließt, umgeht das Filtersystem der Lunge.

Studien zeigten, dass Menschen, die an starker Migräne leiden, häufiger dieses offene Foramen ovale aufweisen. Daher wird vermutet, dass Migräneanfälle durch kleine Blutgerinnsel ausgelöst werden, die mit dem ungefilterten Blut durch das offene Foramen ovale das Gehirn erreichen. Diese Blutgerinnsel können in besonderen Fällen den Hirnstoffwechsel stören und Migräneanfälle bedingen.

Die PRIMA-Studie zum offenen Foramen ovale und Migräne

Nun liegen aktuelle Daten einer umfangreichen Studie unter Beteiligung der Schmerzklinik Kiel vor. Die neue Studie untersuchte Patienten, bei denen diese mögliche Verbindung zwischen ihren Kopfschmerzen und dem PFO geklärt werden sollte. Die Schmerzklinik Kiel ist eines der internationalen Prüfzentren, an denen Neurologen und Kardiologen diesen Zusammenhang untersuchen. Diese klinische Studie hilft bei der Feststellung, ob ein häufiger Herzfehler, das offene Foramen ovale (PFO), zu Migräneanfällen beiträgt.

  • Als Hauptergebnis zeigte sich, dass auf alle Migräneformen bezogen, der Verschluss des PFO keine allgemeine signifikante Wirkung hat.
  • Allerdings zeigte sich, dass bei Migräne mit Aura die Tage mit Migräne-Aura ausgeprägt verringert wurden.
  • In der Gruppe der Patienten, bei denen das PFO verschlossen wurde, verloren 10% komplett die Anfälle, in der Kontrollgruppe wurde dies bei keinem Patienten erreicht.
  • Eine differenzierte Analyse des möglichen Zusammenhanges der Migräneformen und PFO ist daher weiter individuell erforderlich.

Prima Trial

http://eurheartj.oxfordjournals.org/cgi/content/abstract/ehw027?
ijkey=bsWpIBKGWarUbEF&keytype=ref

Gesamter Text:

http://eurheartj.oxfordjournals.org/cgi/content/full/ehw027?
ijkey=bsWpIBKGWarUbEF&keytype=ref

PDF:

http://eurheartj.oxfordjournals.org/cgi/reprint/ehw027?
ijkey=bsWpIBKGWarUbEF&keytype=ref

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