ONS-Anleitung und Notfallausweis

Für Patienten mit therapieresistenten chronischen Migräneschmerzen, die auf andere Behandlungsverfahren nicht ausreichend ansprechen, ergeben sich durch die okzipitale Nervenstimulation (ONS) neue Möglichkeiten in der Behandlung. Bei diesen Betroffenen besteht in der Regel seit Jahren eine chronische Migräneverlaufsform. Sämtliche leitliniengerechten vorbeugenden Medikamente und sonstige Therapiemaßnahmen wurden ohne Effekt durchgeführt oder aber sie wurden nicht vertragen. Seit Mai 2012 ist die periphere Nervenstimulation in Form der okzipitale Nervenstimulation (ONS) für die Behandlung der chronischen Migräne zugelassen. Betroffene Patienten können daher mit ihrem Arzt entscheiden, ob diese Behandlungsform für sie eine geeignete Möglichkeit darstellt.

Diese Behandlung darf nur in dafür zertifizierten spezialisierten und erfahrenen Zentren durchgeführt werden. Entscheidend ist dabei die genaue Analyse der Kopfschmerzform, die Indikationsstellung, die Implantation durch einen zertifizierten Neurochirurgen sowie die Sicherstellung der spezialisierten Langzeitbetreuung mit Therapie- und Verlaufskontrolle durch das Migränezentrum.

Ziele der Therapie sind eine Reduktion der Kopfschmerztage pro Monat, eine relevante Linderung der Kopfschmerzintensität, Reduktion der Akutmedikamente und eine verbesserte Lebensqualität.

Als Service haben wir in Kooperation mit behandelten Patienten eine Kurzbedienungsanleitung und einen Notfallausweis entwickelt. Wichtige Bedienungsschritte können damit leicht verständlich nachvollzogen werden. Wir stellen diese Dokumente hier zum Herunterladen zur Verfügung.

Ein Kommentar

  1. Ursel Meyerhuber 2. Februar 2014 um 18:34 Uhr

    Vielen Dank für das Service-Material. Obwohl ich seit 1 Jahr im Umgang mit dem Stimulator geübt bin, empfinde ich die Anleitung als hilfreich.
    Die Hinweise für die Notfallsituation sind ausgezeichnet. Ich kann mir vorstellen, dass man bei einem Unfall dankbar ist, in der Ambulanz das Schriftstück vorlegen zu können.

    Noch einen Tipp: der Ausweis, der einen als Träger eines Implantats ausweist und der bei Sicherheitskontollen z.B. am Flughafen vorzulegen ist, könnte doch auch beim Service-Material eingestellt werden.

    …und in eigener Sache: ich bin froh und dankbar, dass ich vor einem Jahr die ONS-OP habe durchführen lassen.

Hinterlassen Sie einen Kommentar