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Kontaktdaten: Schmerzklinik Kiel, Heikendorfer Weg 9-27, 24149 Kiel, Telefon: 0431-20099-0, Fax: 0431-20099-129, E-Mail: info@schmerzklinik.de



Monats-Archiv für Juni 2010

Der Risiko-Check für Dauerschmerz

Sind Sie ein Risikokandidat für Dauerkopfschmerzen?

Normalerweise warnt uns Schmerz vor Gefahren. Schmerz motiviert zur Schadensabwehr und dazu, gezieltes, sinnvolles Verhalten für die Heilung einzuleiten. Chronischer Schmerz hat diese sinnvollen Eigenschaften nicht. Er besteht oft, ohne dass ein Ursache zu finden ist. Auch kann eine Ursache bekannt sein, ohne dass sich diese ändern oder gar heilen lässt. Der Schmerz dauert über Monate oder Jahre an. Man gewöhnt sich nicht an die Schmerzen, im Gegenteil, dass Nervensystem wird immer empfindlicher: Schmerz macht mehr und stärkeren Schmerz. Dazu kommt die räumliche Ausbreitung von Schmerzen auf verschiedene Körperbereiche, die ursprünglich nicht von der Schädigung betroffen waren. Die Schmerzareale werden größer. Dabei wird die Schmerzinformation von einem Ort zu einem anderen weiter getragen. Wir haben es mit einer Art „Dominoeffekt“ zu tun: Kommt es zu Schmerzen an einer Region, hat das Auswirkungen auf die Schmerzempfindlichkeit im gesamten Körper. Schließlich bilden sich psychologische Folgen aus: Sozialer Rückzug, Ängste, Schlaflosigkeit, Depression. Am Ende steht die schmerzbedingte Persönlichkeitsänderung, eine eigenständige Schmerzkrankheit hat sich gebildet. Die Suche nach einen vermeintlichen einzelnen Schmerzauslöser ist dabei sinnlos.

Der Begriff „Schmerzgedächtnis“ beschreibt alle Vorgänge, die bei der Entwicklung chronischer Schmerzen ein Rolle spielen. Es ist damit nicht ein Lernvorgang wie bei dem Lernen von Vokabeln gemeint. Bei der Entstehung von chronischen Schmerzerkrankungen (Schmerzgedächtnis) spielen viele Vorgänge eine Rolle, z.B. Entzündungen, Schmerzreflexe, Ausbreitung der Erregung, soziale und psychische Faktoren etc.

Das eigene Verhalten, die persönliche Lebenssituation und das soziale Umfeld können viel zur Entstehung von chronischen Schmerzen beitragen. Um herauszufinden, wie hoch das Risiko für die Chronifizierung und Entstehung von Dauerkopfschmerzen ist, kann man den Kopfschmerz-Risiko-Check einsetzen.

Sind Sie ein Risikokandidat für Dauerkopfschmerzen? Fast jeder leidet gelegentlich unter Kopfschmerzen. Ob sie bei Ihnen zum Dauerzustand werden könnten, finden Sie mit diesem Test heraus. Beantworten Sie dazu die aufgelisteten Fragen.

Sie können den Risiko-Check auf umgekehrt benutzen: Um das Kopfschmerz-Risiko zu reduzieren, leben Sie möglichst so, dass Sie viele Fragen mit Nein beantworten können.

Viele Menschen mühen sich mit einem langen Leidensweg ab, bevor sie einen Arzt aufsuchen. Chronische Schmerzen muss in unserer Zeit niemand einfach hinnehmen. Heute kann man von der Medizin mehr erwarten, als sich unsere Großeltern erträumen konnten. Aktuelles Wissen, zeitgemäße Information, aktive Eigenverantwortung und richtiges Verhalten gehören zu den wichtigsten Voraussetzungen für ein gesundes Leben. Eine einzelne Methode, die Schmerzen passiv wegzaubert und man daher sein Leben nicht anpassen muss, gibt es nicht. Erfolgreiche Behandlung setzt einen aktiven und informierten Patienten voraus. Verhaltensbeobachtung, Führen eines Schmerzkalenders, Umsetzen der Regeln für die Medikation, Entspannungsverfahren u.v. andere liegen in der Verantwortung der Betroffenen. Erfolgreiche Schmerztherapie erfordert gleiches Engagement seitens Ärzte und Patienten.


Fachübergreifende Schmerzkonferenz

Einladung

Interdisziplinäre Schmerzkonferenz

Fachübergreifend – Sektorenübergreifend

Schmerzklinik Kiel Klinikgebäude

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

wir laden Sie herzlich zu unserer öffentlichen, fach- und sektorenübergreifenden Schmerzkonferenz ein.

Zeit

Mittwoch, 23. Juni 2010
18:00-19:30 Uhr

Ort

Neurolgisch-verhaltensmedizinische Schmerzklinik Kiel,
Heikendorfer Weg 9-27, 24214 Kiel, Seminarraum II,
Untergeschoß, Telefon: 0431-20099-120; Anfragen per E-Mail
Anfahrtsplanung

Programm

1. Vortrag

Prof. Dr. Hartmut Göbel, Schmerzklinik Kiel:
Schmerztherapie im Alter

2. Aktuelle Fallbeispiele aus der Schmerzklinik

3. Möglichkeit eigener Fallvorstellungen

Zertifizierung

Die Veranstaltung ist durch die Ärztekammer Schleswig-Holstein mit
3 Weiterbildungspunkten (Kat. C) zertifiziert.
Ebenfalls besteht eine Zertifizierung durch die Kassenärztliche Vereinigung gemäss § 5, Abs. 3 der Qualitätssicherungsvereinbarung Schmerztherapie.

Bitte bringen Sie auch eigene Fälle zur gemeinsamen Diskussion mit!

Mit freundlichen Grüßen

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Hartmut Göbel Dr. Axel Heinze Inga Petersen Anneke Nielson
Chefarzt Ltd. Oberarzt Oberärztin Ltd. Diplom-Psychologin

Hinweis

Allgemeine Hinweise zur den interdisziplinären Schmerzkonferenzen finden Sie hier

Für Ihre Fortbildung:

Aktueller CME-Artikel zur integrierten Versorgung in der Schmerztherapie

Aktueller CME-Artikel Prophylaxe der Migraene