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Monats-Archiv für März 2009

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Geburtsfehler und Topiramat

Geburtsfehler und Topiramatmigraene-kinder

Das Antiepileptikum Topiramat hat sich auch in der Vorbeugung der Migräne als wirksam erwiesen. Im wissenschaftlichen Journal „Neurology” wurde eine Studie beschrieben die zeigt, dass bei Einnahme des Medikamentes Topiramat während der Schwangerschaft ein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen bei Neugeborenen auftreten kann. Die Studie verdeutlicht, dass schwangere Frauen ein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen ihrer Kinder erwarten müssen, wenn Topiramat eingenommen wurde.

Geburtsfehlbildungen sind bekannte Risiken, wenn antiepileptische Medikamente verwendet werden. Die Studie bringt daher keine überraschenden neuen Ergebnisse. Sie bestätigt jedoch, dass Frauen, bei denen eine Schwangerschaft auftreten kann, engmaschig hinsichtlich des Migräneverlaufes, der Verträglichkeit und Wirksamkeit der vorbeugenden Maßnahmen begleitet werden sollen. Migräne-Patientinnen, bei denen eine Schwangerschaft geplant ist, sollten immer ihren Arzt darauf hinweisen, damit bei Planung der Migräneprophylaxe entsprechende Überlegungen vorgenommen werden können.


Migräne und Brustkrebs

Führt Migräne zu einem reduzierten Risiko für Brustkrebs?migraene-und-brustkrebs

Eine amerikanische Studie (Li et al, 2008) legt nahe, dass bei Frauen mit Migräne ein reduziertes Risiko für Brustkrebs besteht. In der Studie wurden 3.000 Frauen untersucht. 2.000 Frauen hatten in der Vorgeschichte eine Brustkrebserkrankung. Es zeigte sich, dass Frauen mit Migräne ein um 30% niedrigeres Risiko für Brustkrebs im Vergleich zur allgemeinen Bevölkerung aufweisen.

Die Autoren nehmen an, dass die Migräne und auch Brustkrebs eine hormonelle Grundlage haben. Östrogen ist dafür bekannt, dass es das Wachstum von hormonell sensitivem Brustkrebs stimulieren kann.

Die Interpretation der Studie ist jedoch durch eine Reihe von Schwäche eingeschränkt. Die Migränediagnose erforderte im Vorfeld eine ärztliche Untersuchung. Allerdings bekommen nach wie vor der größte Teil der Migränebetroffenen keine adäquate Diagnose oder behandeln sich selbst. Darüber hinaus ist die Studie auch durch die Anzahl der untersuchten Frauen limitiert. Bevor entsprechende Schlussfolgerungen gezogen werden, sollten weitere strenger kontrollierte Studien durchgeführt werden. Die untersuchten Frauen sind nicht repräsentativ für die Gesamtheit der Migränepatienten. Darüber hinaus gibt es auch einen Zusammenhang zwischen Schwangerschaft und Migräne sowie der Entstehung von Brustkrebs. Schwangerschaft kann sowohl gegen Brustkrebs als auch gegen Migräne schützend sein. Darüber hinaus ist aus neueren Studien bekannt, dass Progestagen und nicht Östrogen für die Entstehung von Brustkrebs bedeutsam ist.


Energiesparlampen und Migräne

Energiesparlampen und Migräne gluebirne-und-migraene

Die erhöhte Empfindlichkeit für Licht ist eines der speziellen Merkmale der Migräne. Schwere Migräneattacken finden hinter herabgelassenen Rollläden und in Dunkelheit statt. Helles Licht, Flimmern, starke Hell-Dunkel-Kontraste und andere Lichteffekte können Migräneattacken auslösen.

Bei einigen Migränepatienten können insbesondere Neonlicht und Energiesparlampen Migräneattacken triggern. Selbstverständlich werden alle Bemühungen, Energie zu sparen, auf das Äußerste unterstützt. Das komplette Verbieten jedoch von Glühbirnen zugunsten von sogenannten Energiesparlampen muss jedoch überdacht werden. Patienten mit epileptischen Anfällen, aber auch insbesondere Migränepatienten können durch solche Lichtquellen einem erhöhten Risiko für die Auslösung von Anfällen ausgesetzt sein.

Die komplette Verbannung von konventionellen Glühlampen sollte daher überdacht werden. Es sollten Ausnahmen möglich sein. Dies gilt insbesondere für die Nutzung von fluoreszierenden Lichtquellen am Arbeitsplatz in Verbindung mit Computerbildschirmnutzung. Problematisch ist auch die Tatsache, dass fluoreszierende Lampen nicht ohne weiteres durch Lichtdimmer in ihrer Helligkeit reduziert werden können.


Neue Homepage der Schmerzklinik Kiel

Willkommen auf der neuen Homepage der Schmerzklinik Kiel

Das Team der Schmerzklinik Kiel freut sich sehr, Ihnen unsere topaktuelle und neue Webseite vorzustellen!

Die neue Seite hat folgende Besonderheiten:

  • eine übersichtliche leichte Navigation
  • ein helles freundliches Format
  • Berücksichtigung modernster Webtechniken
  • Forum, Community, Mediathek, Webcam und vieles andere mehr
  • Kalender für kommende Ereignisse
  • RSS-Feeds, Blogs, aktuelle Beiträge etc.

Die Webseite wird kontinuierlich aktualisiert. Verständnis und Information sind die wichtigsten Voraussetzungen für eine zeitgemäße und effektive Schmerztherapie. Die Webseite soll dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Wir freuen uns sehr, wenn Sie Ihr Feedback und Ihre Kommentare mitteilen.


Vitamin B2 und Folsäure

Vitamin und Folsäure in der Vorbeugung von Migränenatur-schmerz

Bereits in den 90er Jahren wurde von der Arbeitsgruppe von Jean Schoenen aus Belgien beschrieben, dass hochdosiertes Riboflavin, ein B-Vitamin, eine ähnliche Wirksamkeit in der Vorbeugung der Migräne wie Betarezeptorenblocker haben kann. Eine aktuelle Studie aus Australien zeigt ebenfalls, dass Vitamin B und Folsäure in der Vorbeugung der Migräne wirksam eingesetzt werden kann. In der Studie wurden 50 Migränepatienten untersucht. Sie erhielten über sechs Monate Vitamin B und Folsäure. Es zeigte sich eine deutliche Verbesserung der Kopfschmerzfrequenz, der Schmerzschwere und der Begleitsymptome der Migräne.

Frühere Studien zeigten, dass ein spezielles Gen mit Namen MYTHFR, welches Menschen für Migräneattacken empfindlich macht, zu höheren Blutspiegeln der Aminosäure Homocystein führt.

Der Autor der Studie, Prof. Lyn Griffiths, erklärte, dass die Studie auf der Annahme basierte, dass Vitamin B und Folsäure die erhöhten Homocystein-Spiegel reduziert und dadurch auch die Migräneschwere lindern kann.

Die Ergebnisse könnten bedeuten, dass dieses sehr verträgliche und sichere sowie darüber hinaus auch noch billige Therapieverfahren für die Migränevorbeugung hilfreich sein kann. Allerdings müssen die Ergebnisse noch in weiteren Studien bestätigt und erhärtet werden.


Versorgung von Kopfschmerzen in der Zukunft

Wie soll die Versorgung von Migräne und Kopfschmerzen in der Zukunft aussehen?

Möchten Sie Ihre Vorstellungen und Ideen einbringen in die Vision für eine zukünftige Versorgung von Migräne- und Kopfschmerzpatienten? Haben Sie Vorstellungen, wie in der Zukunft Kopfschmerzerkrankungen behandelt werden sollten? Was sollte an der gegenwärtigen Versorgungslage für Migräne und Kopfschmerzen verändert werden? Welche Vorstellungen haben Sie für Qualitätskriterien einer guten Kopfschmerz- und Migränetherapie?

Falls Sie dazu Ideen und Vorschläge haben, beschreiben Sie diese und diskutieren Sie unten in der Kommentarsektion.