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Kontaktdaten: Schmerzklinik Kiel, Heikendorfer Weg 9-27, 24149 Kiel, Telefon: 0431-20099-0, Fax: 0431-20099-129, E-Mail: info@schmerzklinik.de



Monats-Archiv für März 2009

Schmerzklinik gewinnt Ideenwettbewerb

TK-News

Schmerzklinik Kiel und TK gewinnen Ideenwettbewerbschmerzklinik-kiel-und-tk-gewinnen-ideenwettbewerb1

Kiel, 24. März 2009. Die Schmerzklinik Kiel und die Techniker Krankenkasse (TK) sind gestern (23. März) in Berlin gemeinsam beim Wettbewerb “Ideenpark Gesundwirtschaft 2009” ausgezeichnet worden. Das Kieler Versorgungsmodell zur Behandlung von chronischen Kopfschmerzen gehört zu den zehn preisgekrönten Gesundheitsangeboten in Deutschland. Die Financial Times Deutschland (FTD) hat die zehn innovativsten Unternehmen, Institutionen und Einzelpersonen aus dem gesamten Gesundheitsbereich gesucht. Ziel des Wettbewerbs ist es, richtungsweisende Ansätze einer größeren Öffentlichkeit bekannt zu machen und so die Debatte über ein besseres Gesundheitssystem voranzutreiben.

Die TK und die Schmerzklinik Kiel haben vor zwei Jahren das erste bundesweite koordinierte Kopfschmerzbehandlungsnetz ins Leben gerufen. Seitdem sind mehr als 1200 Menschen mit schweren chronischen Kopfschmerzen nach dem ganzheitlichen Kieler Konzept behandelt worden. “Für die Betroffenen ist dieses Versorgungskonzept ein Meilenstein – viele erleben erstmals seit vielen Jahren ein Leben ohne Kopfschmerzen”, sagt Professor Dr. Hartmut Göbel, Direktor der Schmerzklinik Kiel. Das bundesweite Konzept wurde von den Partnern Schmerzklinik Kiel und TK gemeinsam entwickelt. “Es ermöglicht erstmals eine bundesweite sektorenübergreifende Vernetzung der ambulanten und stationären Kopfschmerztherapie”, erklärt Dr. Johann Brunkhorst, Leiter der TK-Landesvertretung Schleswig-Holstein.

Bundesweit arbeiten mehr als 400 regionale Schmerztherapeuten sowie stationär tätige Schmerztherapeuten der Schmerzklinik Kiel eng zusammen. Sie behandeln nach aktuellen Leitlinien und auf modernstem wissenschaftlichen Stand. Die Qualität der Behandlung wird durch kontinuierliche wissenschaftliche Begleitforschung und medizinischen Fachaustausch ständig verbessert. Die nachhaltige Kosteneffizienz ist durch Analyse der direkten und indirekten Kosten bestätigt. Zwei Jahre nach dem Start sind mittlerweile fast alle großen Krankenkassen dem Versorgungsprojekt beigetreten.

Das Konzept hat deutschlandweit die Versorgung der Volkskrankheit Kopfschmerz völlig neu strukturiert. Es gilt inzwischen auch unter internationalen Fachleuten als vorbildhaft für eine  effektive  Schmerztherapie. “Wir sind stolz darauf, dass unser innovatives Versorgungskonzept jetzt ausgezeichnet wird. Dies ist ein Beleg für die Leistungsfähigkeit des Gesundheitsstandortes Schleswig-Holstein”, sagte TK-Chef Brunkhorst. Beide Projektpartner wollen das Konzept weiter ausbauen. So sollen u.a. spezielle Kopfschmerzkurse für Kinder angeboten und Präventionsprogramme für Schüler entwickelt werden.

Kopfschmerznetz ausgezeichnet Bericht Zeitschrift für Schmerztherapie 052009


Prof. Fumihiko Sakai besucht Schmerzklinik

Prof. Fumihiko und Prof. Dr. Göbel

Prof. Sakai und Prof. Dr. Göbel

Prof. Fumihiko Sakai, Präsident der Japanischen Neurologischen Gesellschaft und Präsident der Asiatischen Kopfschmerzgesellschaft besuchte vom 1.-2. März 2009 die Schmerzklinik Kiel.

Im asiatischen Raum ist die Versorgung von Kopfschmerzerkrankungen noch in der Entwicklung und asiatische Länder, insbesondere China, planen eine Verbesserung der Situation für eine zeitgemäße Kopfschmerzbehandlung. Prof. Sakai informierte sich im Auftrag asiatischer Regierungen über die Behandlungsstrategien und Behandlungsabläufe mit dem Ziel, ähnliche Strukturen auch für die asiatische Bevölkerung verfügbar zu machen.

Es wurde vereinbart, eine internationale Arbeitsgruppe aufzubauen, um die Entwicklungen der modernen Kopfschmerzforschung für die Betroffenen unmittelbar weltweit verfügbar zu machen. Prof. Sakai informierte in einem Vortrag über aktuelle Themen der Schmerzforschung und demonstrierte spezielle Behandlungsmethoden bei Schmerzen der Kopf- und Schultermuskulatur.

Prof. Fumihiko

Prof. Sakai

Untersuchung

Untersuchung

mit Prof. Dr. Göbel

Zusammen mit Prof. Dr. Göbel

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Auch in Afrika Schmerzen lindern

Schmerzklinik Kiel erhält Besuch aus Tansania

Während ihres Deutschlandaufenthalts auf Einladung der evangelischen Partnergemeinden Kiel-Dietrichsdorf und Schönkirchen besuchten Pastor Jubilant Anthony Ngowi und drei weitere Gemeindemitglieder aus dem Ort Uchira in der Ostkilimanjaro-Region in Tansania am 16.10.2009 die Schmerzklinik Kiel und konnten sich über Möglichkeiten der modernen Schmerztherapie informieren.

In Uchira gibt es zur Krankenversorgung lediglich eine kleine Krankenstation (Dispensary) mit nur sehr beschränkten Ausstattungen und Behandlungsmöglichkeiten, in denen ein Mediziner und drei Krankenschwestern beschäftigt sind. In diesem Zusammenhang ist in Kooperation mit dem Verein Kieler Ärzte für Afrika e.V. eine Partnerschaft zwischen der Schmerzklinik Kiel und der Dispensary in Uchira geplant, für die durch den Besuch der Gäste aus Tansania der Grundstein gelegt wurde.

Besuch und Hospitation von Gästen aus Tansania

Besuch und Hospitation von Gästen aus Tansania


Erster bundesweiter Nachsorge-Chat

Therapie-Chat der Schmerzklinik Kiel nach der Entlassunginternet-chat

Die nachhaltige Verhaltensänderung bei Patienten mit chronischen Schmerzen steht im Mittelpunkt moderner Schmerztherapie. Das Erlernte soll im Alltag umgesetzt und stetig geübt werden.

Multimodale stationäre Behandlungsprogramme haben sich als sehr wirksam erwiesen, schmerzlindernde Verhaltensänderungen einzuleiten. Das durch Therapeuten der Schmerzklinik Kiel moderierte Nachsorge-Chat im Internet dient zur Verbesserung der Nachhaltigkeit dieser Verhaltensänderungen. Für unsere Patientinnen und Patienten wird dazu in Zusammenarbeit mit der Universität Heidelberg und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung ein internet-gestütztes Nachsorgeprogramm im Anschluss an die stationäre Behandlung angeboten. Ein regelmäßiger Kontakt mit einem Schmerztherapeuten im Anschluss an die stationäre Behandlung sowie der Austausch mit anderen Betroffenen, die ähnliche Beschwerden haben, wirken sich positiv auf die Schmerzentwicklung aus.

Die Therapieergebnisse werden wissenschaftlich ausgewertet. Die Teilnahme ist freiwillig. Der Chat ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Zugang haben nur ehemalige Patientinnen und Patienten nach Anmeldung. Wir vergleichen die Wirksamkeit dreier unterschiedlicher Nachsorgeprogramme:

  • eine therapeutisch geleiteten Chatgruppe mit Teilnahme einer Therapeutin
  • eine Chatgruppe, ohne therapeutische Leitung (online Selbsthilfegruppe)
  • eine Regelbehandlungsgruppe (kein Nachsorgeangebot)

Bei der therapeutisch geleiteten Chatgruppe treffen sich bis zu 10 Patienten nach Ende der stationären Behandlung über einen Zeitraum von 12-15 Wochen wöchentlich in einem Internet-Chatraum mit einem Schmerztherapeuten der Schmerzklinik Kiel, den sie während ihres stationären Aufenthaltes kennen gelernt haben. Vor jeder Chatsitzung wird ein individuell angepasster Fragebogen zur Förderung des Selbstmanagements vorgegeben. Dieser Fragebogen soll dabei helfen, die während der stationären Behandlung erlernten Verhaltensweisen im Alltag nicht zu vergessen und umzusetzen. Nach jeder Sitzung werden zudem Fragen zur Chatsitzung gestellt. Das Beantworten der Fragebögen dauert jeweils ungefähr 2-3 Minuten.

Die ersten Erfahrungen zeigen, dass die Patientinnen und Patienten sich sehr engagiert beteiligen und viele wichtige individuelle Erfahrungen austauschen. Das Chatprogramm hilft, die Behandlungsergebnisse zu optimieren und in ihrer Nachhaltigkeit zu fördern. Zudem trägt es dazu bei, neue Therapietechniken für die Zukunft zu entwickeln.


I. Sallay , C. Wulkopf: Ja, der Schmerz

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Imre Sallay widmete zum 10 Gründungsfest der Schmerzklinik Kiel das Lied “Ja, der Schmerz” nach der Musik von Louis Ferrari.
Die Münchner Opernsängerin Cornelia Wulkopf singt das Lied während ihres Aufenthaltes in Kiel. Am Flügel: Imre Sallay

Text: Imre Sallay
Gesang: Cornelia Wulkopf
Am Flügel: Imre Sallay
Musik: Louis Ferrari

Mehr von Cornelia Wulkopf: Die Zauberflöte – Zu Hilfe, Zu Hilfe

Domino – Ja, der Schmerz

Refrain:
Ja, der Schmerz, ja der Schmerz,
er belastet so schrecklich die Leute,
mal der Kopf, mal das Herz,
Ärzte wissen, wie oft man betreute,
das war immer so, und das bleibt auch so,
ja der Schmerz, ja der Schmerz,
hier wird jeder der Kranken bald froh!

Strophe:
In der Klinik sagt jeder, «ich werde gesund,
nun hab’ ich vom Doktor den richtIgen Befund,
oh es wird so wunderbar sein,
ohne Schmerzen, ohne Pein,
bin so froh, dass ich da bin, am richtigen Weg,
für uns gibt es hier Hoffnung, s’ist ein Privileg,
dass wir da sind, macht uns mehr Mut,
denn es geht uns bald recht gut!»

Refrain:
Ja, der Schmerz, ja der Schmerz,
er belastet so schrecklich die Leute,
mal der Kopf, mal das Herz,
Ärzte wissen, wie oft man betreute,
das war immer so, und das bleibt auch so,
ja der Schmerz, ja der Schmerz,
hier wird jeder der Kranken bald froh!

Coda
«Mit dem Schmerz, mit der Pein,
lässt man uns hier drin nicht mehr allein,
wir sind froh, hoffnungsvoll,
so schön kann Leben wieder sein!»

Gewidmet zur 10-jährigen Jubiläumsfeier der Schmerzklinik Kiel unter der Leitung von
Prof. Dr.med. Dipl.Psych. Hartmut Göbel


Neues gegen Migräne: CGRP-Antagonisten

CGRP-Antagonisten: Die  Nachfolger der Triptane?

Dr. Axel Heinze, Dr. Katja Heinze-Kuhn und Prof. Dr. Hartmut Göbelneue-arzneimittel-gegen-migraene

Neurologisch-verhaltensmedizinische Schmerzklinik Kiel (www.schmerzklinik.de)

Die Einführung von Sumatriptans in die Migränetherapie veränderte ab 1991 nicht nur die Migränebehandlung entscheidend, sondern gab auch den Anstoß zu einer nie da gewesenen Ausweitung der Grundlagenforschung. Inzwischen stehen 7 verschiedene Triptane zur Verfügung, die Patienten mit schweren Migräneattacken noch helfen können, wenn alle Schmerzmittel versagen. Was aber genauso wichtig ist, unser Verständnis der Migräne hat sich in den letzten 20 Jahren immens vergrößert. Die Medizin setzt die Triptane nicht nur erfolgreich ein, sie kennt auch ihren Wirkmechanismus. ‘Neues gegen Migräne: CGRP-Antagonisten’ weiterlesen